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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 357

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
Zwei die Frauen betreffende Gebräuche
Date
1837-01-01
Page
Seite 357 (sequence 4)
Language
German
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357 Ä. Das Abschneiden des Haares. werden brauchten (vergl. Ture sahab das. Anm. 21). Daher bemerkt selbst der Vers, des LNN N'm (vergl. am zuletzt a. O.), welcher in Bezug auf die Nägel eine von allen andern Rabbinen verworfene Erschwerung annimmt, daß nämlich eine Frau, welche das Abschneiden eines Nagels vor dem Bade vergessen habe, eines nochmaligen Bades bedürfe — dieser bemerkt nun doch hinzu, daß es mit den Haaren eine ganz andere Bewandtniß habe, diese nämlich, da sie von den meisten Frauen nicht geschoren werden, könnten nicht als hindernd betrachtet werden, während die Nägel, von den meisten geschnitten, einen solchen Hinderungsgrund abgäben. Jedoch möchte man vielleicht den Grund dieses Gebrauches anderswo finden. Im Thalmud (Jebamoth 47 b) gilt nämlich die Regel, daß Alles, was bei dem Bade als das Eindringen des Wassers verhindernd betrachtet werde (^Lin), bei einem Proselyten, einem Sklaven und einer Menstruirenden auf gleiche Weise in Betracht komme (vergl. auch Maim. XIII, 13); nun aber verlangen Isaak ben Jakob, Ascher und dessen Sohn Jakob (vergl. Jsserles 268, 2), daß der Proselyte seine Haare vor dem Bade zu scheeren habe, und dieses müßte nun auch, nach dem eben angef. allgemeinen Grundsätze, auf die menftruirende Frau übertragen werden. Dieser Einwnrf ergiebt sich jedoch als nichtig, wenn wir erstens bedenken, daß wir oben hinlänglich nachgewiesen haben, die Haare geben kein Hinderniß bei dem Bade ab; in der That aber ist zweitens dieses Haarabschneiden der Proselyten nicht eines Hindernisses beim Bade wegen, sondern rührt, wie Isaak aus Syrakus richtig bemerkt, von einem ganz andern Umstande her, welchen Salomo Isaak im Namen des Mosel- Haddarscha» anführt ^). So *) Raschi zu 4 M. 8, 7: „In den Worten des Moseh Haddarscha» habe ich gefunden, weil die Leviten als Sühne für die Erstgebornen, welche Götzendienst getrieben haben, bestimmt waren, der Götzen-

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