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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 343

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
Der Gottesstaat
Date
1837-01-01
Page
Seite 343 (sequence 12)
Language
German
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II. Der Gottesstaat. 343 allerwenigsten dem hochsinnigen und freien Gemüth!) Er tadelt bei dieser Gelegenheit abermals den Sokrates (eigentlich Plato), der von seinem organischen Principe der Harmonie aus keine andere Musik im Staate dulden will als Janitscharenmusik! (die phrygische nächst der dorischen Modulation , weil sie etwas Orgiastisches und Pathetisches haben.) Nach Aristoteles ist der beste Staat gleich zu achten der besten Lebenseinrichtung des' Privatmannes. Wer mithin ausmitteln will, wie die Verfassung aufs beste einzurichten wäre, der hätte zuvor zu bestimmen, welche Lebenseinrichtung die beste sei. Wenn etwa jemand so kleinmüthig wäre, daß er sich vor einer summenden Mücke fürchtete; so unmäßig, daß er das Widerlichste verschlänge: so würde man diesen unmöglich einen Glücklichen nennen können. Eben dasselbe läßt sich auf den Staat in Anwendung bringen. Diesem zufolge stellt er die bekannte Dreizahl von Tugenden auf, die «vö^la die Mannhaftigkeit, Wahrhaftigkeit; die , die Mäßigung, Enthaltsamkeit; die die Gerechtigkeit. Die genannten drei Tugenden müssen sodann auch im Staate herrschen, soll er anders geachtet nach außen und nach innen glücklich sein. Daß seine höchste Vollendung nicht durch Größe des Besitzes, durch die rickesses, oder common vvealtü herbeigeführt werde, daß diese Güter vielmehr im Uebermaße ein Hinderniß seines Glückes seien, beweist er wie folgt: Alle äußerlichen Dinge haben ihre Grenze, wie ein Werkzeug irgend einer Art.. Zu dem, erfahrenen und klugen Männer dergestalt in Anspruch, daß es mit dem Acte der Gerechtigkeit, die nichts einbringt, fürs erste und fürs zweite sein Bewenden haben muß. „Wir haben noch so viele wichtigere Motionen auf dem Tische, so vom Probenhandel, von dem Zollsysteme" — heißt es — „und haben noch so wenig für unser eigen Land,Gutes gewirkt. Wie dürfen wir schon an die Judenemancipation denken?" Trachtet vor Allem »ach dem Himmelreiche der Gerechtigkeit! die Zölle, der Butterhandel, die Viehzucht, geben sich dann wie von selbst! —

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