Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 3
- Article
- Der Gottesstaat
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 342 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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342 II. Der Gottesstaat. damals erfüllt worden, weßhalb sollte nicht abermals ein ähnliches Wort sich erfüllen können? Wir schlagen uns deßhalb abermals auf die Seite L e o's gegen die Ansichten Salvadors, der sich nicht aus dem Staube der Werkstatt und von dem Dunghaufen des Landmanns zu erheben vermocht hat. Wenn nur nicht unserm Herrn Leo abermals der Satiriskus die Ohren kratzte, damit er seinen selbstproducirten Geifer zwischen jene Worte spritze, durch die er eine der heiligsten Ideen der Menschheit auszusprechen genöthigt war. Unmerklich vertauscht er wieder durch subtile Taschenspielereien eines geübten Dialektikers die israelitische Theokratie mit egyptisch-katholischer Hierarchie. Er stellt sie dar in ihrer höchsten und reinsten'Gestalt, in ihrer,ungetrübten echten Himmelsform; er bestimmt diesen Staat als ein Leben im Geiste des höchsten Geistes, als ein heiliges Leben, als einen Gottesdienst vom Anfang bis ans Ende; und nun sucht er ihn mit einem Male mit dem Makel eines Pfaffenthums, eines Priestertruges zu beschmutzen! Das ist die Art der Argen! Verlassen wir ihn für immer! Nach diesem ist Alles vorbereitet, um uns mit den Entwürfen des Aristoteles in nähere Verbindung zu setzen, die Eigenthümlichkeit seiner Staatsverfassung besser kennen zu lernen, um an ihrer edlen Schönheit den erhabnen Charakter des Gottesstaates zu messen und in ihm den Gipfel der humanen Bildung dem geneigten Leser zu enthüllen. Also dann redet der edle Weise aus Stageira (polit. I,. VIII. cnp. 3 gegen das Ende) üü öe Aretv ro .Srpms *). (Ueberall zu suchen, was nützlich ist, paßt am *) Wir besonders haben nur;u wiederholt die Gelegenheit gehabt, die betrübte Erfahrung zu machen, daß es gerade im Charakter vieler, Mst aufgeklärter europäischer gesetzgebenden Versammlungen ist, von Allem eher zu reden, als von der Gerechtigkeit. Eisenbahnen, Zolle, Fabrikate und rohe Producte nehmen die Seelen der meisten jener