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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 341

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
Der Gottesstaat
Date
1837-01-01
Page
Seite 341 (sequence 10)
Language
German
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341 II. Der Gottesstaat. Die zweite Stelle ist im Jesaia (DXI, 6); in Folge seiner trostreichen Botschaft an die Gefangenen, und die, so gebrochenen Herzens sind; in seiner Verheißung der Verherrlichung Israels heißt es: „Fremde werden eure Heerden Hüten, euern Acker bestellen und eure Trauben keltern, aber ihr werbet Priester Gottes genannt werden!" Begreiflich kann nur eine versteinerte Prosa des industriellen Götzendienstes aus diesen Verheißungen und jenem Berufe die gemeine Utilitätslehre einer allgemeinen Handwerkerassociation nebst der allerniedrigsten Psiichtenlehre (Deontvlogie) herausklauben. Ein „priesterliches Königreich? rÄM) und ein „h e i l i g e s V o l k" ismp , ein „Eigenthum Gottes unter allen Gemeinden? (wÄAN ndgs) deutet einzig und allein hin auf eine höchst geistige Verfassung, in welcher der Gottesgedanke dnrchgedrnngen ist in jedem Einzelnen und sonach im Ganzen, in welchem, nach dem Zugeständnisse des feindseligen Leo sogar (s. dessen Vorlesungen, S. 16), „sich Alles auf Religion bezieht und Alles von ihr durchdrungen ist." „Der Charakter des mosaischen Staates ist, daß seine Grundzüge, als von einem unmittelbar von der Gottheit zeugenden und auf sie sich berufenden Volksführer ansgegangen, angenommen werden, und daß er deßhalb in allen Beziehungen und Verhältnissen des Lebens von der Religion durchdrungen ist. Der mosaische Staat, eine systematische kirchliche Einheit, das ganze jüdische Staatsleben ein fortdauernder Gottesdienst." Wer hat dem Bilea m diese Worte in den Mund gelegt? „Gäbe Gott," rief einst der Mann Gottes, „die ganze Gemeinde des Herrn wären Propheten!" — Gäbe Gott, daß es also würde, wie es wegen der natürlichen Herzerisverstockung und Blindheit unseres Geistes noch zur Zeit nicht werden kann! Allein, ist vor Zeiten das Wort der hassenden Seele des Sohnes Beors, das er über Israel wieder-seinen Willen auösprechen mußte, großen Theils schon

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