Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 3
- Article
- Der Gottesstaat
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 339 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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II. Der Gottesstaat. 3S9 Lebert erzeugt das Unschöne in zwei Richtungen, in der irdischen als Hab-und Genußsucht; in der überirdischen als Schwärmerei oder Quietismus. Solchergestalt stellt sich bei Aristoteles ein vernünftiges Ebenmaß zwischen dem Besitz und der Tugend ^) her. — Eben so klar ist die Idee des Staates nach der Offenbarungslehre des Pentateuch. In dieser höchsten Instanz menschlichen Lebens tritt der Besitz (rä iS-av) ganz natürlich tief Unter die Heiligung (rö «7«-, ir^rov), und zwar ohne deßhalb nach asketisch-orientalischer Art verächtlich zu werden. Er wird nunmehr ohne Uebertreibung und Gefahr der Schwärmerei gerade in die Stellung gerückt, in welcher ihm allein die richtige Schätzung wird. Der Frömmste hat keine Veranlassung zu Gebeten, wie das schwärmerische; verte midi i» amaritism omnia terrae tzauäin! — Er darf fröhlich sein im Genüsse, und soll heilig sein im Wandel. Der Besitz und der Gewinn ist hier das Untergeordnetste; er bleibt nur der für diese Zeit nöthige Träger, das Gerüst des hohem Geisteslebens, das sich mithin weder in mystische Faullenzerei oder Schamanenbegeisterung verirrt, noch auch in dem „kupfernen Kessel" europäisch-industrieller Agitation, mit den höchst sublimen Ideen zur Vervollkommnung der Brennereien und Brauereien , als ekles Gemisch in sociale Gährung übergeht; wir finden hier beide Verirrungen gleich weit entfernt, Faulheit sowohl als Pluömacherei. *) Dem von dem schon oben geredet, das zum Möu den Gegensatz bildet. Die in der Composttio» von 2«Xojst ei,, dubioser Ausdruck. Das Wort bezieht sich in der Regel auf dasselbe, auf was virtus deutet, und ist dem tapfer zu vergleichen. So wird von einem Hauptmann in der griechischen Armee unter Tenophvn erzählt, er habe einen ganzen Loches, eine Kompagnie von Spadonen gehabt, wäre deßungeachtet ein «yceAög gewesen; d. h. ein nicht erschlaffter Mensch, ein tapfrer Soldat. X 0 n 0 pI>. »nab. I,. VII. v. IV. 7. p. -120, vä. Kolinviclo»', I8Üg.