Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Rabbinerzusammenkunft
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 331 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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ein Sendschreiben. 33 L z. B. die Einführung eines bestimmten Katechismus, — es werden Dinge herbeigezogen, welche gerade der resp. Regierung in den Weg treten, ohne deren Geltung, deren Zusammenhang im Organismus des bestehenden Judenthums zu beachten — wie z. B. die Frage über Verlegung des Sabbaths auf den Sonntag, Sabbathschreiben u. dergl.; — und der Gottesdienst, dieser beständige Tummelplatz der Reform, von dessen geringfügiger Abänderung man das ganze Heil erwartet, der wird da natürlich auch weitläufig behandelt, weil das Christenthum in ihm fast die einzige kirchliche Handlung erkennt. Nein, m. W., solche Zusammenkünfte müssen aus dem Innern der Synagoge als! naturgemäßes Product hervorgehen, von den Rabbinern selbst müssen die zu behandelnden Gegenstände mit allseitiger Umsicht bestimmt werden, und — blos thatkrästige, dem Fortschritte entschieden zugethane Männer müssen sie bilden» So habe ich Ihnen, mein geehrter Herr Amtsbruder, die Frage, nach meinen Kräften, ausführlich beleuchtet; ich habe mich bemüht, auf Alles einzugehen, was einem solchen Vorhaben entgegengesetzt werden könnte. Mein innigster Wunsch ist es, daß ich Ihnen hiedurch die - Ueberzeugung beigebracht Hätte, es sei ein heilsames Unternehmen; mir wenigstens ist es immer mehr zur Klarheit geworden, daß ohne ein solches gemeinschaftlich kräftiges Wirken kein Heil und kein Segen für die Zukunft des Judenthums zu hoffen ist« Ich gestehe Ihnen, daß ich es nicht begreife, wie wir ferner mit erhobenem Antlitze umhergehen können , wenn wir nicht muthig für unsere innersten Ueberzeugungen uns äussprechen wollen; ich kann mich nicht dabei beruhigen , in vielleicht gutgemeinter Klugheit die Larve vor dem Angesichte z-u halten. Was Freunde der Wahrheit und der Wahrhaftigkeit über uns urtheilen müssen, mit welchem Namen eine richtende Nachwelt uns belegen muß/wenn wir ferner hochtrabende 22"