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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 328

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
Die Rabbinerzusammenkunft
Date
1837-01-01
Page
Seite 328 (sequence 16)
Language
German
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Z28 I. Die Nabbmerzusammeukunft, Zutrauen , das dieselben dann genössen, die gleich anfangs größere räumliche Verbreitung hinlänglicher Ersatz dafür. — Wenn ich diesem Gedanken , den ich so oft mit mir herumgetragen, den ich so freundlich zuweilen gehegt und genährt habe, dennoch aufs Entschiedenste entgegentrete, so wollen Sie ja. nicht glauben, als scheute ich eine Verständigung mit Andersdenkenden. Ich achte, ehre und liebe eine jede redlich erworbene und behauptete Ueberzeugung, ein jedes ehrliche, aus dem Innern strömende Verfahren, mögen sie noch so sehr meinen eigenen Grundsätzen widersprechen, eben so sehr wie ich eine jede Winkelzügigkeit, einen jeden hinterlistigen Angriff, eine jede unpassende Verhöhnung des Andern aus dem Grunde meines Herzens hasse und verachte. Aber dennoch, m. W., halte ich eine solche Zusammenkunft für eine reine Unmöglichkeit. Betrachten wir einmal die verschiedenen Elassen, unter welche sich diejenigen Rabbiner reihen lassen, welche nicht mit einer enschiedenen kräftigen Willensmeinung der Wahrheit Zeugniß geben. Als die erste betrachte ich die Classe der an Jahren altenRabbiner; diese stehen— mit einigen leicht zu zählenden Ausnahmen — ganz außer unserer Zeit, Mit denen eine Verständigung reiu unmöglich ist, sie sind für uns ein -W8 ''IL wlwir VVM und Sie haben auch von einer solchen großartigen Wirksamkeit gar keinen Begriff, sie passen fort , bis der Herr sie abruft, und damit genug. Eine zweite Classe ist die der jüngeren Rabbiner, welche jedoch strenge den Standpunkt einer erstorbenen Zeit behaupten und krampfhaft ihn umklammern, und zwar nach innerer Ueberzeugung. Diese wissen im Grunde nicht, wozu eine solche Versammlung nütze ist; sie bedürfen keiner Veränderung und wollen keine. Vielleicht würden sie in einigen Kleinigkeiten nachgeben; aber wegen dieser sollten sie sich verstehen, einer Versammlung beizüwohnen? Ja selbst diese Nachgiebigkeit ist noch sehr zu bezweifeln, da ihnen in ihrem Unverstände es sehr gefährlich scheint, in einer »neuerungssüchtigen Zeit" auch ein

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