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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 326

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
Die Rabbinerzusammenkunft
Date
1837-01-01
Page
Seite 326 (sequence 14)
Language
German
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326 I. Die Nabbincrzusammeukunst, befördern' will, obgleich ihm weder Ruhm noch Vortheil dadurch erwachsen würde, wenn er überhaupt auch in seinem Privatleben als Mensch würdig dasteht; wahrlich, ich müßte an der Menschheit verzweifeln, wenn ein solcher Mann das Zutrauen seiner Gemeinde in vollem Maße sich zu erwerben nicht im Stande sein sollte. Allerdings soll die rechte praktische Lebensweisheit, Berücksichtigung der Umstände, Schonung manches Vorurtheils dazu kommen; aber dies wird sich schon von selbst einfinden. Halten Sie dies nicht für eine Schwärmerei; die Aufgabe-ist wohl schwierig und wird bloS allmälig gelöst, aber ihre Lösung muß angestrebt werden. Der geistliche Stand ist kein Handwerk und Geschäft, sein Wirken nicht eine Arbeit, für die man bezahlt wird, wie dies unsere Alten schon so schön ausgesprochen (Abvth I, j.5. IV, 5); er ist ein heiliger Lebensberuf, er bedarf einer innern Weihe, wer sie nicht hat, der trete heraus und besudle diese ehrwürdige Stellung nicht durch Eigennutz und die hundert kleinlichen Rücksichten. Sein Sie sicher, es wird selbst bei Gewohnheitsmenschen, die nur nicht gänzlich den Formen ihre Seele verschrieben haben und nun mit verzehrendem Feuereifer um ihre Seligkeit kämpfen, sondern die blos in ihrer Schläfrigkeit den breitgetretenen Weg gehen, nicht an voller Hingebung fehlen, und der Einstuß auf sie wird ein bedeutend wirksamer sein. Jene andere Elaste freilich der systematisch Fvrmgläubigen wird unablässig den Rabbiner anfeinden, der nicht auf alle und jede Form schwört; aber selbst ihr Kampf wird immer schwächer werden, und ihre Anzahl nimmt auch tagtäglich ab. Und kann denn eine Zeit der Krisis, wie sie offenbar das Judenthum jetzt zu bestehen hat, ohne solche Erscheinungen sein? und sollen wir, ganz und gar diese Lage verkennend, eine Anfeindung, ein kleines Mißverständniß scheuen, wenn wir den innern Beruf in uns fühlen, zu wirken für das Heil Israels? Gerade die Discussioneu, die aus solchen Reibungen entstehen , wirken häufig weit mehr

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