Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 2
- Article
- Wiesbaden
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 301 (sequence 9)
- Language
- German
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Nachrrchten« SOI welche ihre .Stellung bisher theoretisch - wie praktisch innerhalb der Kirche behaupteten und ferner behaupten zu wollen, beflissen sind.., kräftige: Abwehr. Diese aber konnte für jede Seite eine zwiefache sein. Die Bestreitung des kritischen Prmcipes, welches Herrn v. Strauß geleitet/und Hiernit auch die Abweisung der wissenschaftlichen Resultate im Ganzen oder im , Einzelnen war die eine, wissenschaftliche Weise der Abwehr, woraus dann von selbst die restitutio in integrum der dogmatischen Ansicht des Bekämpfers erfolgte. Eine zweite, mehr dem Dogmatischen und Praktischen zugekehrte Art der Abwehr konnte darin bestehen, daß die Lehren, selbst Mit Aufgabe der historischen Wahrheit, als in Bestand bleibend nachgewiesen würden. Daß sich beide Arten in der Wirklichkeit ergänzen'würden, aber je eine mehr hervorgehoben würde, je nach der Ansicht und der Stellung des Antikritikers, war leicht vorauszusehn. Die erste Art mußte im Ganzen demjenigen Suppanaturalismus, der sich von jenen Momenten der Kritik und Wissenschaft, welche Str. voraussetzt, noch nicht berühren ließ, am meisten zusagen, und er hat es zunächst auf die Vernichtung der ganzen mythischen Ansicht abgesehn, wie auch auf seinem Standpunkte diese Aufgabe an ihrer Schwierigkeit verliert; wobei er jedoch nicht unterläßt, zugleich das bedrohte Glaubenskleinod in seiner vollen Pracht zu enthalten und freilich auch zum Lheile den Vers, recht derb zu verketzern (wie Hengstenberg). Auch der, mit derartigen wissenschaftlichen Momenten bereits geschwängerte Supranaturalismus jedoch mußte gleichfalls der Begründung der Ansichten entgegentreten; indem er aber die wissenschaftliche Ansicht , welche zu den bestreitenden Resultaten führt, nicht gänzlich abweisen kann, muß er sich auch den praktischen Folgen mit desto größerem Nachdrucke zuwenden. Während nun der Supranaturalismuä-zunächst Len Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit von sich abzuwälzen , und entweder blos die durch,ihm ganz fremde Angriffe bedrohte Kirche oder auch sein nur ln Entfertem ähnliches Verfahren und daher die aus diesem entspringenden praktischen Resultate zu retten hat, mußte der Nationalismus zumeist den Vorwurf, abweisen, selbst dem kirchlichen Glauben fremd zu sein und noch mehr durch eine eonsequentere Durchführung seines eigenen Verfahrens zum Abfalle hinzuführen. Den Vorwurf der Inconsequenz suchte zuerst Paulus, der am meisten auch in dem Werke von dieser Seite berücksichtigt wurde, abzulehnen; dm Vorwurf des Unglaubens aber besonders ein Necensent un Nöhr's kritischer Predigerbibliothek, welchem der Herausgeber ein Schlußwort folgen ließ, das eine Vertheidigung der Himmelfahrt besonders durch Auszüge aus seinen Predigten (!) enthält, und ein Recensent in der Ienaischen A. L. Z. wendet sich wieder mehr zur'ersten Seite hin und. glaubt, das „unwissenschaftliche" Verfahren Str. nachgewiesen zu haben. In höherer und mehr wissenschaftlicher, daher auch mehr anerkennender,