Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 2
- Article
- Wiesbaden
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 300 (sequence 8)
- Language
- German
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300 Nachrichten, Widerspruch zwischen der kirchlichen Annahme und der Ansicht des Systemes wird auch der Kantischen symbolischen Lehre, welche diese Geschichte als .ein Ideal eines jeden Menschenlebens dem Glauben.,suchenden' Herzen empsiehltnachgewieftn, sowre^diese Lehre mit der-De Wettesschen,.'welche gleichfalls blos das Ideelle an' dieser Geschichte festhält, aber dieses.Ideelle über die 'Gränzen 'eineseinzelnen jetztlebenden' Individuums ausdehnte und daher z..B', in der Auferstehung und Himmelfahrt 'den endlichen ,Sieg der Wahrheit' und die ewige Herrlichkeit - der -Religion'l> vorgezeichnet fand-- die Vernichtung, 'der geschichtlichen Persönlichkeitan welcher sich alle diese Ideenmrr conereter WirklichkeitWärgestellt Haben-,; entgegengehalten, wird.:-d Dies.Hegelssche -Schule hat - in specülatrver-Deutung - die.'.kirchlichen Annahmen .der iArt Ke.rgesielltdaß -sie statt Gottes das Erzeugtwerden., der Idee Gottesin. dem/Menschen setzt unduso.Gott mit dem Menschen identisicirtin diesem Gottmenschemden Kampf des Natürlichen mit dem Hähern , die wunderbare. Ueberwindungjenes Momentes, wobei das Höhere,/Göttliche in die Liefen der Naturdes -Verderbens und der Sünde (in das Grab) eingehn muß., -.sich aber durch die Ueberwindung derselben als. .-versöhnt, mit ihr .:zeige.---/-dew5-Au.stand /.nach'.v-dyx Ueberwindung : jedoch als >- eine '.-Auferstehung und. Himmelfahrt bezeichnet. Wenn diese: Schule nun dennoch eineN historischen Christus-..alsden Träger dieses Ideen--' .in welchemsie', sich verwirklicht H.aben:>-/M/ daMatischen Er? gänzung und zu!-ihrer--Gleichstellung mit der Kirche annüMt-'/so -verfälltsie in die Widersprüche, welche dieser -geschichtlichen Annahme .nachgewiesen/sind. Daher wendet-Herr v. Strauß, mit-Beibehaltung des philosophischen Bodens, die Verwirklichung, der Idee in der Geschichte nicht einem .einzelnen , zn gewissen Zeiten in derselben ausgetretenen, Individuum -zu , sondern vielmehr der ganzen Menschheit, die in -ihrem Kampfe und ihrem' Siege diese Thatsachen bollführe. Hier aber macht sich der Widerspruch zwischen der Kirche und dem,Volke, welche die. evangelische Geschichte in ihrem schlichten Sinne festhalten, und der wissenschaftlichen-Ansicht, welche dieselbe in Ideen über? -setzt,.'dann aber die Geschichte,/.welche,: diesen als Grundlage dienen soll, gänzlich - aufhebt-, auf's Schneidenste geltend, und so sicht-sich der Vers, in seinem letzten Dilemma .endlich 'dahin - gebracht- -zu bekennten, - daß -dieser Wi? derspruch nun einmal, vorhanden sei,.-daß: die Vermittler zwischen dem- Volke und :der Wissenschaft, die Geistlichen, und hoher hinauf,: die Lehrer dieser Geistlichen an. den Universitäten, in diese Eollision versetzt sind, welche.„nicht -durch den Fürwitz eines Einzelnen gemacht, sondern durch den /Gang:--der Zeit, und, die Entwickelung der christlichen Theologie herbeigesührt" sei/ . Dieses.- unumwundene Bekermtniß des Widerspruchs.:zwischen.der fortgeschrittenen Wissenschaft, und dem - bestehenden G.lauben mußte natürlich^: allen Seiten als bedenklich erscheinen , und erheischte auch/ebenso von allen Parteien,