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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 302

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Wiesbaden
Date
1837-01-01
Page
Seite 302 (sequence 10)
Language
German
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302 Nachrichten. Weise äußerten sich Ullmann und Müller in dm Studien und Kritiken, und Credner in der (Hall.) A. L. Z. Ohne ein UrLhekl in dieser Streitsache abgeben zu wollen, welches uns nicht zukömmt, glauben wir. doch unsere Leser auf diese neue Bewegung innerhalb'der Kirche aufmerksam machen zu muffen , eine Bewegung, welche allerdings von dem Rationalismus, Schleiermacher und Hegel, vorbereitet war, indem, diese beiden letztem neuesten bedeutendsten Wendepunkte in der Religionsphilosophie schon die entschiedene Ignorirung des Geschichtlichen nur verhüllten, und nur der kritisch geübten Hand bedurften, diese Hüllen abgelöst zu sehen;, eine Bewegung, welche nicht auf dem Gebiete.der Wissenschaft verbleiben kann und wirklich verbleibtsondern dem Leben sich mittheilen muß und wirklich mittheilt z eine Bewegung, welche, in solchem Maße dem Christenthume gegeben, auch dem jüdischen Theologen, der nicht ganz von seiner Zeit abgeschlossen leben willnicht fremd bleiben darf; eine Bewegung, welche nicht blos die Urkunden des Judenthums, sondern auch das Juden- Lhum selbst, wie nun die Verhältnisse einmal stehen, nicht ganz unberührt lassen wird. Abraham Geiger. (Süddeutsche Staaten.) Wie überall, so ist auch .in diesem Lheile Deutschlands noch Vieles im Entwickelungszuüande begriffen, und wir sehen der Vollendung des Begonnenen entgegen; möchte sich nur immer mit reiner Uebekzeugung und ungetrübter Hoffnung sagen lassen, daß dem Fortschritte entgegengestrebt werde! Sowohl in bürgerlicher als auch in religiöser Beziehung dehnen wir unsere Wünsche nicht dahin aus , daß mit einem Male nun Alles in den erfreulichsten und gedeihlichen Zustand versetzt werde; wer von der einen Seite die Macht des geschichtlichen Werdens darin anerkennt, daß der jetzige Stand des Judenthums nicht als ein von jeher so dagewesener, sondern als ein im Laufe der Jahrhunderte erst so ausgebildeter zu betrachten sei, der wird auch auf der andern Seite zugestehen, daß, um die Mißstände zu heben, gleichfalls ein, wenn auch kräftiges, entschiedenes, das Ziel stets im Auge behaltendes und nicht in Halbheiten umherschwankendes, so doch erst allmälig bestimmter und in größerer Ausdehnung hervortretendes Eingreifen und Umgestalten vonnöthen sei. Aber daß das wahre und ächte Streben überall hervortrete, daß von Seiten der Regierungen immer das wahre Wohl der Juden nicht blos beabsichtigt, sondern auch mit entschiedenem Willen dafür auf die rechte Weise gewirkt werde, daß zur Erfüllung der Bedingungeil, welche eine und die andere vor der Gleichstellung mit den übrigen Bewohnern des Landes erfüllt sehn zu müssen glaubt, auch kräftigst mitgewirkt, daß von Seiten der Gemeinden, namentlich der intelligenteren Mitglieder derselben, wie besonders der Geistlichen, dem Fortschritte möglichst Bahn gemacht

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