Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 2
- Article
- Wiesbaden
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 299 (sequence 7)
- Language
- German
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X Nachrichten. LVS von ihm nicht angetastet werde. — Gerade sei es freilich das geschichtliche Moment, welches als der gleiche Boden zwischen dem Volke'und den Geistlichen hingestellt werde, und . wenn derselbe für diese wissenschaftlich abgebrochen, aber dennoch von ihnen auf der Kanzel und im Jugendunterricht ftstgehalten würde, so erschienen sieals Lügner.^ Diesem seht der Vers. ein Doppeltes entgegen, zuerst, daß der Geistliche sich'immer in der Idee, welche der vorzutragenden Geschichte > zu Grunde liege oder gelegt werde, auf gleichem Standpunkte wisse - mit der Gemeinde, eben durch jenes Uebersttzen der Sache j in seine eigene Anschauungsweise, > nach welcher auch schon'-die Schulen- Schleiermachers und, >Hegel'sverfuhren z - -dann aber sei es ja doch schon bei vielen Geschichten dahin gekommen, daß.sie--der Geistliche nicht annehme, - bem- Volk aber lasse, wie das Sechstagewerk der-Schöpfung u. dgl. 'Dieses sei aber bis jetzt nicht als Lüge betrachtet wordene und. könne auch nicht als solche erscheinen; wolle man jedoch allen Denjenigen, -welche sich-solchen Ansichtenzuwenden, den Austritt aus dem geistlichen - Stande anrathen , so würde E-Ende die Wissenschaft ganz aus dem.Kreise der Kirche und ihrer Vertreter gebannt werden müssen. ' - Diese Antwort genügte 'der Negierung nicht).- .und am Schlüsse des zweiten Lheiles, welches später erschien, Heilte Herr v. St.. seine Ansichten nochmals über diesen - Mißstand mit. Nach Beendigung seiner kritischem Arbeit glaubte er Mämlich -in einer dogmatischen- Schlußabhandlung das kritisch Vernichtete dogmatisch wieder Herstellenzu Müssen. Es werden in dieser Schlüßabhandlung wieder zuerst die Ansichten der verschiedenen Systeme über Jesus als Christus (die Christologie) dargelegt und deren innere 'Wahrheit geprüft. Dem orthodoxen Systeme, -welchem' sein e Unbegreiflichkeit und widerspruchsvolle Annahmen zum Vorwurfe gereichen, folgt das rationalistische, welchem in seiner vollen conftqüenten Durchführung nachgewiesen wird, daß eben diese alles Uebernatürüchen entkleidete Person,, mit welcher nicht besondere Ideen nothwendig und unzertrennlich verknüpft seien, trotz ihrer großartigen Individualität und ihrem weltgeschichtlichen Einflüsse, nicht Gegenstand kirchlicher Verehrung und des kirchlichen Glaubens-sein könne und wirklich sei.- Der Schleiermacher'schen eklektischen Lehre, welche von dem jetzigen kirchlichen Zustande und sogen, christlichen Bewußtsein auf dm Urheber dieser kirchlichen Gemeinschaft und den Erzeuger dieses Bewußtseins zurüÄschließt und. hieraus das Bild des Stifters sich entwirft, von welchem dann freilich mancher kirchliche Zug abgestreift wird, gilt jener Schluß, als ein unberechtigter, der den Anfang einer Entwicketungsreihe als das Höchste setze, zum Vorwurfe, und nicht minder, daß gerade die wesentlichen kirchlichen Lehren von der Gottmenschlichkeit und den Erscheinungen nach dem Lode, der Auferstehung und Himmelfahrt, bei Seite gelegt würden. Dieser letzte