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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 298

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Wiesbaden
Date
1837-01-01
Page
Seite 298 (sequence 6)
Language
German
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298 Nachrichten. reflectirendes Bewußtsein ihrem Helden- Gestalt und Hülle geliehen habe.^ Der historische Woden war also, meist geschwunden.. ' Dieser war - aber bis jetzt noch das.Einzige, was den Geistlichen mit .dem Volke zusammengehalten, hatten und mochte man rationalistisch bloö die praktischen Momente aus dem Leben und den. Ansichten des Stifters"ssich auswählen, oder mochte man sie H mit Schleiermacher für sich in ein geläutertes religiöses Bewußtsein oder mit der Hegel'sche'n Theologie in Ideen übersetzen, so blieb das Geschichtliche 'doch immer der Anknüpfungspunkt. -Nun aber ward auch der dünne Faden zerrissen. So deckte nun schon' die Erscheinung des ersten Lheiles von diesem Werke, in welchem blos ein Thekl des in dm Evangelien erzählten Lebens kritisch untersucht wurde, der jedoch das Verfahren, wonach das Ganzebehandelt werden sollte, sactisch nachwies und die Resultate, welche aus demselbensich ergeben werden, ahnen ließ, den nun entstehenden Zwiespalt zwischen dem Glauben, wie er nothwendig einem christlich -kirchlichen Verbände, möge derselbe sein, welcher Art er wolle,' zu Grunde liegen, muß , -und-den Resultaten der Kritik und .neueren Anschauung unverhohlen auf und erregte daher auch ein Aufsehen, das die Wichtigkeit derselben bezeugte. Hatte Dies äußerlich die Folge, daß der Verfasser seines. Lehramtes an dem Seminare zu Tübingen entsetzt und ihm in Ludwigsburg eine Professur-der alten Sprächen am dortigen Gymnasium übertragen wurde — welche er nun aufgegeben und sich nach Stuttgart zurückgezogen hat—: so wurde derselbe auch veranlaßt, sich „über das Verhältnis; der Kritik und Spekulation zur Kirche" zu äußern: Der württ. Studienrathhätte nämlich an ihn selbst, vor seiner Versetzung, die Frage gerichtet, inwiefern seine offen ausgesprochenen theologischen Ueberzeugungen mit seiner Stellung als Repetent am Seminare vereinbar seien, und in seiner Antwort auf diese Anfrage, welche er in dem Märzhefte der Allg. K. Z. 1836 veröffentlicht, ist eben das Verhältniß seiner wissenschaftlichen Ansicht zum kirchlichen Leben erörtert. Er bemerkt zuvörderst, wie seine Ansicht eigentlich ein notwendiges Erzeugniß der vorhandenen theologischen Richtungen sei, der kritischen, welche auch bereits im Rationalismus ihre Vertreter gefunden, der ja auch das Wunderbare in den Lebensbegebenheitm Jesu geleugnet, — und der Hegel'schen, welche die wahre Bedeutung aller christlichen Dogmen und Anschauungsweisen.in Ideen gesetzt.habe, von denen jene blos eine Vermittelungsstufe, ein in der niederen Sphäre der sinnlichen Anschauung oder der Vorstellung gehaltener Ausdruck seien, wie er aber nun beide Richtungen verbunden und mit Consequenz durchgeführt habe. Hatte nun auch der Rationalismus die Geschichten, nur ihres übernatürlichen Charakters entkleidet, stehen gelassen, so fei ja an einem todten Residuum der Geschichte nichts gelegen, während derjenige Lhekl der Geschichte, welcher die großartige sittliche Persönlichkeit Jesu ausmache , auch

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