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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 297

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Wiesbaden
Date
1837-01-01
Page
Seite 297 (sequence 5)
Language
German
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Nüchnchteir. 297 dm vom Geistlichen geschehenden MLtheilungen,uncht"auf gleicher/Liniez jedoch thue Dies keinen Eintrag, da beide Lheile im gesammten .religiösen Bewußtsein einig seien , und die Auffassung'des Einzelnen einem Jeden nach seiner Höhen: oder niederern wissenschaftlichen Stellung überlassen bleibe. In ähnlichem Sinne äußerte sich >De Wette. Diese Rechtfertigung schien jedoch nicht Allen genügend. - Von Seiten des - Nationalismus traten dagegen die Professoren Schutz und v.-Möllm in Breslau in zwei Sendschreiben auf, verwarfen eine solche Doppelsinnigkeit und 'Zweideutigkeit als heuchlerisch'und drangen im G'egentheile auf Abschaffung alles den Geistlichen in seiner Ueberzeugung Beschränkenden. Auch der Hegelianismus sandte einen Beka'mpfer, nämlich Rosenkranz, als Recensent des Sch.'schen -Sendschreibensi in den/Berlin er „Jahrb. für. miss. Kritik", - -welcher behauptete,, der Geistliche- .müsse durchaus blos Organ . Her) Gemeinde. sein,^. folglich., die Ueberzeugungen;- .derselben vollkommen theilen, dürfe daher nicht-Geistlicher.. sein- ^wenn er/von denselben abweiche. / Wie-nun freilich die Theologen der Hegel'schen Schulevon der behauptet wird,/.daß,st'e.sich allerdings in kirchlichen Formeln bewege, aber einen gänzlich verschiedenen/ weder/kirchlichen noch christlichen-,^ .sondern rein abstracten Sinn mit-ihnen verbinde,, welcher noch in höherem /Maße der Glaube am einen persönlichen Gott und/ an -die persönliche Fortdauer abgesprochen. wird/ wie 'die Theologen. aus dieser Schule ein solches Verlangen stellest konnten >/ ohne sich entweder selbst zu verdammen oder. die. künstlichste Täuschung zu üben - konnte man nicht begreifen; jedoch. die -Sache - ist Factum.-'" Dieser Streit hatte nun weiter, keine besondere Folgen/ - Der Zwiespalt wurde durch die Fortschritte der Kritik immer größer; -jedoch man gestand ihn nicht mehr .ein,, suchte ihn im/Gegentheile zu verdecken, —7 Als, ein Product aller dieserverschiedenen Evolutionen ist nun die-Bearbeitung des >,Lebe'ns Jesu" von /v. Strauß, zu. betrachten. . .Es ist bekannt,. daß - in diesem Werke viel weiter gegangen wird,. als bis jetzt die Kritik zu gehen wagte; , Die Aechtheit einiger.Evangelien war -zwar schon angezweiftlt,. ja entschieden' geleugnet worden, jedoch, blieb -die Grundgeschichte derselben, welche nur ausgefchmückt worden sei; ebenso-/ waren - zwej Evangelienobgleich späLern/.Urfprungs, das) .des Marcus und. des -Lucas/ als ächt - anerkannt, und die -neueste 'Zeit hatte/-vorzüglich das Evangelium des Johannes als das wahrhaft geschichtliche und in den geistigen Gehalt der Lehre Jesu am meisten eindringende Werk des Augenzeugen und /Apostels Johannes festgehalten,- Ueberhaupt hatte, man. sichim Gebiete der wissenschaftlichen Kritik verblei-, bend, nicht darüber ausgesprochen, was denn nun. das eigentlich Wahre an der evangelischen Geschichte, sei. Strauß trat nun mit der konsequent durchgeführten Ansicht, auf,/ der bei weitem größte Theil dieser ganzen Geschichte sei-— mythisch - ein Erzeugniß der dichterisch-religiösen Volkssage, die ohne

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