Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 2
- Article
- Hamburg [Nachricht]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 292 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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292 Nachrichten, der Keuschheit, Mäßigkeit und Genügsamkeit die körperliche Kraft des Menschen und seine Fähigkeit zu edeln, mäßigen Genüssen bewahrt wird; Liebe und Friede sind unsers Glaubens Grundlagen, die ewigen Erfordernisse des menschlichen Herzens, und die enge Verbindung mit Gott, welche unser Glaube uns lehrt, ist uns Bürge für unfern göttlichen Ursprung und die Rückkehr zu Gott (dieser dritte Theil hätte vielleicht ein tieferes Eingehen, ohne Beschränkung auf Unsterblichkeit, erfordert). Diesem schließen sich die 'wieder kräftig anregenden Worte an, Tadel über Verkennung der Urkunden dieses Glaubens und über Vernachlässigung derselben. Es ist diese eine ächtbiblische Predigt, und'die Frische und Lebendigkeit des Redners zeigt sich hier wie überall in seinen Reden. Sie wissen, daß unsere Nachbargemeinde Mona ihren Oberrabbiner in der Person des Herrn Ettlin g er gefunden. Dieser trat seine Stelle am 7. Mai v. I. mit einer deutschen Rede an, die auch im Druck erschienen ist (22 S. 8.). Sie glauben kaum, was Dies heißen will, in Altona seinen Antritt als Rabbi mit einer deutschen Rede zu weihen. Uebrigens ist dieselbe, .von den Pflichten des Geistlichen seiner Gemeinde gegenüber handelnd, ganz nach den homiletischen Regeln abgefaßt, verständig gehalten, wenn sie auch, gerade kein Meisterstück der Homiletik bietet.— Dieser Antritt des Amtes erregte Hoffnungen, deren Erfüllung ich von Herzen wünsche, welche aber sehr fern zu liegen scheinen. Man hört nämlich von der Wirksamkeit des neuen Rabbiners weiter nichts, als daß er mit allem erdenklichen Eifer das Fortbestehen, ja das Wiederaufleben der einfältigsten Gebräuche unterstützt, und seine zeitherige literarische Thätigkeit giebt zur Genüge Zeugnis hievon. Es ist nämlich von demselben eine hebräische Schrift unter dem Titel: (die Erstlinge Iakob's), die Abschnitte von Karo's Codex über Sukkhah und Lulab enthaltend, mit einem weitläufigen Commen- Lare des Herausgebers versehen , erschienen. Schon mit dem Mel spielt der Vers.; er findet den Zahlenwerth des ersten Wortes gleich dem des Wortes in der er, nach den Ansichten einer Asterkabbalah, eine Schutzpotronin des Laubhüttenfestes erkennt, und noch nicht zufrieden mit dieser Weihe an die Erzmutter Rahet, hat er noch eine andere Widmung in Bereitschaft, nämlich seinem Söhnchen Isaak, welches Wort ebenfalls einen gleichen Zahlenwerth enthält, und dem dieses Buch nun wiederum zum Schutzheiligen für's Leben mitgegeben werden soll. Die Erörterungen des Commentares sind natürlich ganz nach der alten Weise, wo lange Discussionen über jedes Wort geführt werden, verbrämt mit verkehrter Kabbalah, die nun hier mit den sieben viel zu schassen hat. Demgemäß ist auch die einstige Hütte, die Gott den Frommen machen und welche mit der Haut