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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 291

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Hamburg [Nachricht]
Date
1837-01-01
Page
Seite 291 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Nachrichten,?9l Semmarien für Israel, so rufe man sie ins Leben; die Volksschule, so wenig wie die Bürgerschule, bedarf nach den Forderungen unserer Zeit der biblischen Litteratur, am wenigsten der rabbinischen, die sich von selbst, als für die Gelehrtenschule gehörig, beseitigen, und die mit Gewalt''der Zeit aufzudringen, gegen den Willen und die Bestimmung der Schüler, mehr eine Versündigung als.ein Verdienst zu nennen wäre. Desto mehr ist allen israelitischen wie nichtisraelitischen Schulen die Religion und die Religiosität, die ächte Pietät, nöthig, die in dem Spruche: „Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn Dies ist der ganze Mensch" (Koh. 12, 13.) begründet ist. Diese aber wird gewiß durch einen zweckmäßigen Unterricht in der Muttersprache und der deutschen.Bibel besser erzielt, als durch alle gelehrte Kenntniß des Orients, die, für das Volk mindestens, später unnütze Last bleibt." Auch der Bericht über Herrn Rabb. Bernays hat in einem hiesigen Blatt einen Artikel veranlaßt, der natürlich voll übertriebenen Lobes war, wie Dies der Parteisucht eigen ist, daß sie die Wahrheit, in der Mitte liegend, verschmäht und dem ungerechten Tadel unverdientes Lob in die Wagschale legt. . Der Besuch der Prüfung der Armenschule am 29. Mai des v. I. machte mir viele Freude; ich fand diese sonst so schrecklich verfallene Anstalt umgewandelt, und auch aus ihr werden nunmehr Menschen hervorgehen, die ihren Schuljahren etwas verdanken.— Zwei einzelne Predigten des Herrn v. Salomon, welche dem Drucke übergeben sind, verdienen auszeichnende Erwähnung. Die eine ist überschneben: Ierobeam, oder die Rückkehr der Ungläubigen zum Glauben, gehalten 15. März 1835 (22 S. 8.), und behandelt, nach- 1. K. 14, 1 — 17. das Thema: wie selbst. gottvergessene Menschen, wie Gottesleugner in gewissen Lagen des Lebens zum Glauben an den einig-einzigen Gott zurückkehren, wo dann unter I. Dies als Thatsache aus der Geschichte und der täglichen Erfahrung nachgewiesen, in II. der Grund davon (die Ursache) in dem über den Frevler kommenden Unglück gesucht wird (etwas dürftig) , und in III. die Folgen aus dieser Erkenntniß gezogen werden. Wo es die unmittelbare Ansprache ans Herz gilt, da betreten wir das Gebiet, in 'welchem Herr v. S. sich mit meisterhafter Gewandtheit bewegt. — Die zweite Predigt: Was fesselt Israel an seine Religion (seinen Glauben)? gehalten am Schabuoth, 23. Mai 1836 (24 S. 8.) beantwortet die in der Überschrift befindliche Frage, welche im Thema dreiteilig wird, mit Rücksicht auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, nach Anleitung des Textes Sprüche 3, 16 — 18., dahin, daß Israels Glaube der menschlichen, der sittlichen und göttlichen Natur des Menschen entspricht. Unter der menschlichen Natur versteht der Redner diewohl angewandte und in den Schranken bewahrteSinnlichkeit, indem gerade durch die Gebote 49 -

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