Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 2
- Article
- Hamburg [Nachricht]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 290 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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29 V n a ch r i cl) t e n. (Hamburg, Januar.) Der Berichterstatter in diesen Blättern (B. II, S. 587 ff.) giebt sich, wo er -er Freischule gedenkt (S. 592), wie es scheint, Mühe, einen Andern auf Kosten des Herrn v. Kley zu erheben; aber gewiß we.rden Me, die das Institut und die Mühewaltung des Oberlehrers an demselben kennen und kennen wollen, anders urtheilen. Einen Beweis von der wahrhaft väterlichen Hingebung des Herrn v. Kley an die Schule, von der Liebe und dem Eifer, mit welchen er derselben vorsteht, von der Einsicht und dem praktischen Blicke, mit welchen er deren Angelegenheiten leitet, giebt neuerdings die „Einladung zur öffentlichen Prüfung der Zöglinge der isr» Freischule, Montags den 26. December 1836 u/s. w. (Hamburg, gedruckt bei Frankel. 30 S. 8.)." Es wird in derselben über die bisherigen Leistungen der Schule gesprochen, und wie sie manches Hinderniß bereits glücklich beseitigt hat, aber andererseits werden auch die Wünsche, deren Erfüllung noch nicht erfolgt ist, unverhohlen ausgesprochen. Herr V. Kley hat es, und gewiß mit Recht, für geeignet gefunden, den Rügen in der innern Einrichtung der Schule, welche der Berichterstatter kurz hinwirft, in einer Anmerkung (S. 12) entgegenzutreten, und es kann der Unparteilichkeit der „miss. Zeitschr. rc." nur angemessen sein, diese Entgegnung gleichfalls aufzunehmm. „Sie (die Freischule), heißt es dort, will kein Seminar, sondern eine Volksschule in des Wortes edelster Bedeutung sein; sie will bei denen, die weder hervorragende Fähigkeiten noch hinlängliche Mittel besitzen, die ohnehin so überhand genommene Sucht zum Studiren nicht noch mehr befördern (obgleich auch diese Richtung ihr nicht fremd geblieben, da sie unter ihren früheren Zöglingen zwei bereits promovirte Doctoren, zwei jetzt aus auswärtigen Universitäten und zwei auf dem hiesigen Johannes, auch einige, obgleich verhältnißmaßig wenige, im Lehrfache zählt); sie will lieber tüchtige Geschäftsleute und. wackere Handwerker bilden, die sich ehrenvoll nähren, als Gelehrte ohne Aussicht auf Anstellung und Unterkommen; sie möchte lieber erleuchtete Menschen als halberleuchtete Theologen den Glaubensgenossen und der Welt zugesendet haben. Bedarf die Zeit auch der