Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 2
- Article
- Chaldäische Sprache und Litteratur [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 265 (sequence 20)
- Language
- German
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Chaldäische Sprache ünd Litteratur. Fürst. 265 sondern von durchsehn, (verw. mit VP2, durchbrechen) abzuleiten; die neuen Verbalstämme VNN' ^NN' Nvn- ->NN, (von denen die drei letzten dem spätesten Rabbinismus angeboren) sind nicht nach den Gesetzen allgemeiner Sprachbildung zu beurtheilen (S. 91), sondern als ungenaue Denominativ« von Nü"NN, ni-nn, und N11VN zu betrachten; die Formen 2Z-NL, a-NA) und vvVÄ sind nicht als Reduplicationen des letzten Stammvocals anzusehen (S. 137), sondern als Schaphel-Bildungen von den Stämmen 22">, viel sein, daher verlängern, herablassen, Dl, gelüsten , dah. zur ^ust anregen, und VVV, dicht sein, dah. dicht Machen, verwirren; eine Conjunction aber (S. 222, Perlenschnüre S. 74 u. 131) existirt durchaus nicht, vielmehr gibt es blos eine Präposition 8 (die wahrscheinlich mit ebenso wie andererseits mit znsammenhängt) in der Bedeutung an, bei, und diese nimmt in Verbindung mit^, welches bald Nelativbezeichnung (welches), bald Conjunction (daß), ganz wie das hebr. ^8, ist, noch die andern leicht herzuleitenden Bedeutungen „an welchem« und „bei dem daß", d. h. während, an "). Ob es in dem Gange der Sprache liegt, daß das Jntrans. vor dem Transitivnm gebildet werde(S. 98); ob es ferner nicht wahrscheinlich ist — obgleich alle semitischen Grammatiker bis jetzt der entgegengesetzten Meinung sind—, daß die Pronomina als Suffixe am Verbe, wo das Ganze zusammen einen ganz concreten, rein aus der Anschauung genommenen Begriff bildet, vor ihrer selbstständigen Gestalt mit der abstrakten Entfernung von aller Handlung sich in der Sprache finden, als umgekehrt (S. 103), wollen wir hier blos anfragen. — Wir begegnen in dem *) Ich finde eben, daßLuzzatto in Khercm Chemed Th. II, S. 177 sich zum Theile der Erklärung Fürsi's zuneigt; jedoch halte ich die oben angegebene Entwickelung für die richtige.