Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 2
- Article
- Chaldäische Sprache und Litteratur [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 18)
- Language
- German
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Chaldäische Sprache und Litteratur. Fürst. 203 umstoßen. Daß jedoch der Umstand, daß das Chald. durch Juden, das Syrische durch Christen ausgebildet wurde, mit zu dem Auöeinandergehen derselben beigetragen habe, ist wohl mit dem Vers, anzunehmen. — Im Verfolge (§. 11 ff.) wird von der Herkunft des Chald. und wie die Juden zu demselben gekommen, gesprochen, und die babylonische Abkunft wie die Aufnahme desselben mit dem Exils abgewiesen; wenn jedoch dabei behauptet wird, der Thalmud erwähne dieses letztem FactumS nicht,"so scheinen Stellen, wie: daß Esra eine neue Schrift und eine neue Sprache mitgebracht habe, deren erftere angenommen, letztere aber (für die heiligen Schriften) den Samaritanern überlassen worden sei (Sanh. 21 b und 22 a), ferner: daß dieNamen der Monate und der Engel aus Babylon mitgebracht seien (j. Nvsch Haschanah C. 1. Bereschith rabba C. 48), übersehen zu sein. — Als drei provinzliche Abarten des Chaldäischen (Jüdisch-aramäischen) werden daun (§. 15 ff.) der galiläische, der samaritanische und der jerusalemische oder judäische Dialekt betrachtet, wo aber, um die Eintheilung nach Provinzen zu erlangen, das gewöhnliche Chald., wie es sich in den biblischen Büchern und den älteren Thargumen, ebenso zum Theile imbab. Thalm. findet (der sogen, babylonische Dialekt), nicht eingefügt, hingegen das Samaritanische herbeigezogen ist. Daß in Galiläa eine incvrrecte Anssprache und überhaupt wegen des dortigen Mangels an Bildung verdorbene Sprache herrschte, erhellet aus den Evangelien und dem Thalmud hinlänglich; jedoch wird eine Stelle des letzter» (Erubin 53 l>) S. 16 etwas zu sehr gepreßt. Unrichtig wird nämlich aus dieser Stelle gefolgert, daß man daselbst die Gutturallaute ohne Unterschied am Anfänge des Wortes abftreiste (vgl. noch Z. 61,1), da nur deßhalb wie lautete, weit ein Khaph das vorhergehende Wort (^oi^n) schloß, und das Cheth daher in demselben verschluckt wurde; ebenso sind auch die andern daraus gezogenen Ergebnisse zu berichtigen: nicht 1^218 wird inl^2in zusammengezvgen