Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 2
- Article
- Chaldäische Sprache und Litteratur [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 257 (sequence 12)
- Language
- German
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Chaldäifche Sprache und Litteratur. Fürst. 257 zu verwechseln, welche nach allgemeinen» priori hingeftellten, ans der Logik oder auö der Willkür mitgebrachten abstrakten Gesetzen die lebensvoll pnlstrenden Adern eines jeden Sprachorganismus hier unterbindet, dort mächtiger anreizt (Formenlehre S. IX). Wir hoffen , daß Herr F. in dieser Ansicht nicht noch mehr bestärkt werde durch die vornehme und wegwerfende Manier, mit welcher Ewald die erste Schrift desselben gehandelte, welche leider schon ungeziemende, von Gereiztheit erzeugte, von dem Forum der Wissenschaft ganz und gar abzuweisende Ausfälle von Seiten des Verfö. gegen Ewald in der Vorrede zu den »-Perlenschnuren« hervorgerufen hat. — Bedenken wir ferner, daß gerade der semitische Sprachstamm es ist, dessen brüderliche Vereinigung mit dem indo-germanischen der Verf. anstrebt, so können wir, ungeachtet wir gerne die Einheit beider in den allgemeinsten Bildungsgesetzen -und den einfachsten Wortbestandtheilen zugeben, die Befürchtung nicht unterdrücken, daß die streng abgeschlossene Individualität jenes Stammes mannigfach verkümmert werde. Es läßt sich nun einmal, bei aller mit Recht ^unternommenen Zurückführung der ausgebildeten Stämmeauf zwei-.oder einbüchstabige. Grundwurzelnnicht leugnen, daß der Semitismns durchgehends den Trieb in sich hat , die Stämme nn drei Buchstaben abzurunden, bald durch Erweiterung-dev kürzeren, bald durch Beschneidung der längerenes -kannihm die Eigenthümlichkeit nicht abgestritten-werden, die Bedentungsnüancen eines Begriffes durch bestimmte gesetzliche! Umformungen (die von-Stie.r am besten durch Derivationen wiedergegeben) auszudrücken, während in, andern. Sprachen nur einzelne Fälle ,Vorkommen, der denen solche Nüancirungen durch Buchstaben - und Lautveränderungen,-in welchen-sich nicht das Walten eines bestimmten Gesetzes Nachweisen läßt, bezeichnet werden. Hier wird also eine besonnene sprachvergleichende Forschung immer die stark ausgeprägte Eigenthümlichkeit anerkennen und dieselbe Iüd. Zeitschr. III. Bd. 47