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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 249

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Chaldäische Sprache und Litteratur [Rezension]
Date
1837-01-01
Page
Seite 249 (sequence 4)
Language
German
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Chaldäische Sprache und Litteratur. Zunz. 249 öffentlich übersetzen zu lassen, so entgeht uns dieser Faden bei den übrigen biblischen Schriften ganz. Zwar las man auch aus den prophetischen Büchern im Morgengottesdienste des Sabbäths und der Festtage Stellen vor, die erst allmäli'g bestimmter bezeichnet wurden, und auch für den Nachmittagsgottesdisnst des Sabbathö, wenn er auch von der Pflicht, in den Propheten zu lesen, freigesprochen wurde *), stellte sich an manchen Orten in älterer, wie in späterer Zeit der Gebrauch fest, solche Stücke zu lesen; ja an andern sogar wurden sie für den Nachmittag aus den Hagiographen gewählt **). Das Buch Esther war für Purim bestimmt; die Klagelieder kamen für den 9. Ab schon frühe in Gebrauch. Daß diese Stücke jedoch öffentlich übersetzt worden seien, davon findet sich im Thalmud keine Spur; nur spätere Autoritäten wissen hievon***). So müßte nun freilich, von diesem Institute ausgehend, das Thargnm zu Propheten und Hagiographen in die nachthalmndische Zeit gesetzt werden; jedoch ist im Thalmnd bereits die Rede von einem Thargnm zu Hiobs-), und unser Prophetenthargum wird an mehren Stellen des Thalmuds wörtlich angeführt. Man hat sich daher bis jetzt gewöhnt, auf die Tradition und namentlich auf eine agadische Stelle des Thalmuds (Megillah 3 a), gestützt, das Prophetenthargum mit Gewißheit auf Jonathan ben Usiel, einen Schüler des Jochanan ben Sakkhai, znrückzuführen. Jedoch zeigt sich zwischen der Weise, wie der Thalmud die Stellen aus dem Psutateuchthargum anführt, und den Anführungen aus dem der Propheten ein bedeutender Unterschied. Jene werden schlechtweg mit „wir übersetzen" eingeleitet, diesen aber wird immer die Autorität *) Mischnah Mcgillah Hl (IV), i. **) S. 6 und die das. A. e u. f. angef. St. und Megillah ra b. ***) S. S UNd 10. 413, A. -l. P S. S2, A. » n. b., woselbst statt,„der?.Ps.", nach dem Vers., t» lesen ist: zu Ps. so, vielleicht auch Ps.

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