Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 244 (sequence 9)
- Language
- German
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244 Rezensionen. scherzhaften vertraulichen Aeußeruugen, die der Freund dem ihm wohlbekannten Charakter seines Freundes nach richtig zu würdigen weiß, hämische Folgerungen zu ziehen! — Ein anderes Zeugnis; für eine „wissentliche Täuschung" (nach Herrn H. gibt es nämlich auch unwissentliche) soll ans den Schriften Jacvbi's gezogen werden. Da ich die Schriften nicht vorliegen habe, sso muß ich vermuthen, daß es sich dort um den Streit über LessingS Pantheismus handelt, und da möchten wir doch dem Kämpfer auf der einen Seite uns nicht gerade in die Arme werfen und die Entscheidung den Historikern der Philosophie überlassen. Genug! Wäre Mendelssohn auch keiner der edelsten Menschen gewesen, das Judenthum und die Juden würden dadurch nicht im Geringsten eine niedrigere Stellung einnehmen müssen. Aber in Wahrheit war er ein Philosoph im ächten praktischen Sinne des Wortes, er war ein gelehrter Kenner des Judenthums nach allen seinen Gebieten; er erhob sich in der Benrtheilung des Sprachlichen über seine Zeit, wenn er auch den Standpunkt der unsrigen nicht erreicht haben mag; er wirkte mit großem Erfolge auf die Veredlung der deutschen Sprache, auf die Läuterung des ästhetischen Urtheiles unter den Deutschen als Deutscher, wirkte auf eine geistige Auffassung des Judenthums, auf Achtung vor den Wissenschaften, aus Weckung eines vorurtheilsfreien Sinnes, auf allgemeine und ächt religiöse Ausbildung unter den Juden mit Kraft und Umsicht als Jude. Mag er auch in Manchem geirrt, mag seine Kenntnis; der befangenen Zeit ihn zu einer übermäßigen Vorsicht verleitet haben: sein Andenken bleibt ein gesegnetes, sein Name wsrd immer ehrenvoll genannt werden! — Zur Labung reichte Herr H. unterdessen „Ergebnisse aus biblisch-jüdischen (?) Studien", welche in der Llllg.K. Z. 1836, Nr. 95 ff. niedergelegt sind. Auch hier sind freilich wiederum dieselben Stellen, hie und da mit einem „vergleiche" bereichert,