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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 243

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1837-01-01
Page
Seite 243 (sequence 8)
Language
German
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Hartmanns 2. Antwortschreiben an Salonion. 243 widerfahren werde. Der Brief beginnt: „Mein Herr! Ich habe Ihr Schreiben richtig erhalten. Da ich Ihre Denkungsart kenne/ so zweifle nicht/ daß Sie gerechte Sache haben, ob ich gleich nicht weiß, was Ihnen eigentlich Schuld gegeben wird. Freilich wird am Ende die Unschuld an den Tag kommen und Recht doch Recht bleiben müssen. Die Gerechtigkeit thnt zwar zur Rettung der Unschuld nur sehr langsame Schritte, aber, wir wollen hoffen, desto sicherere. Da Sie übrigens Ihr Trübsal mit so vieler Ergebung in den göttlichen Willen ertragen, so hoffe ich zu dem Gott unserer Väter, daß der Vorfall auch für Ihre arme bedauernswerthe Familie so unglücklich nicht sein wird, als er setzt scheint. Was ich nur immer dazu beitragen kann, derselben hartes Schicksal zu erleichtern, werde ich gewiß mit Vergnügen thun.« Das Folgende ist dann die Antwort ans eine wissenschaftliche Frage. Und aus diesem menschenfreundlichen, freilich klugen, aber nicht mit dem geringsten Wörtchen der Wahrheit entgegentretenden Schritte wagt ein Mann, der sich nicht scheut, ebenso statt Klugheit — Lift, wie statt Jrrthum — Täuschung zu setzen, aus diesem Schritte wagt jener Mann, Mend.'s — Wahrheitslvsigkeit zu beweisen? Nun, wir geben Herrn H. gern das Zeugniß, daß weder sein Kopf noch sein Herz ihm je ein solches Verfahren eingegeben haben. — Nein, ruft Herr H. zornentbrannt, mögt ihr, »verblendete Inden, euern Herrn und Meister retten und vertheidigen«, wie ihr wollt, er war dennoch wahrheitslos und Betrüger. Denn erstens habe ich es ja gesagt; zweitens aber sagt ja M. in einem vertraulichen Briefe an seinen Freund Lesstng, er habe bei Erklärung einer Münze Montfaucon u. A. nachgeschrieben und sich die Miene geben wollen, als habe er diese Schriftsteller vollständig gelesen; dieser Kunstgriff, Gelehrsamkeit zu lügen, sei wohl fein genug gewesen, Andere anzuführen, aber nicht einen Lessing. — Wahrlich das Verfahren ist köstlich, aus

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