Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die jüdischen Trauergebräuche
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 230 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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23V V!. Ueber die jüdischen Trauergebränche. wachsen lassen, der S ab bä t h e wegen, die inzwischen fallen, an welchen jede öffentliche Trauer, dienämlich von Andern bemerkt wird, verboten ist ch. Dieser Träuergebranch kann also nur da bestehenwo man den Bart wachsen läßt und die Unterlassung des"Scheereffs erst länge nach dreißig Tagen bemerkt wirbt — Bei den andern Bestimmungen mögen wir uns nicht länger aufhalten, weil sie entweder indifferent sind (wie nicht Thephillin zu legen am ersten Tage) oder (wie das Anziehen weißer Wäsche) längst theils umgangen , theils gar nicht beachtet werden , oder dem Wesentlichen nach beinhalten werden sollen. Denn wir wollten keineswegs alle Trauer und alle Trauergebränche ganz aufgehoben wissen, wir sind weit entfernt zu billigen das Verfahren der Weichlinge unserer Zeit, die jedes innern Kampfes, jeder religiösen Ergebung uttd Erhebung unfähig, in Zerstreuungen ihre Rettung, im Vergessen der theuern Abgeschiedenen ihren einzigen Trost suchen; vielmehr stimmen wir im Zwecke und in den Grundbestimmungen ein in den Ausspruch des Maimonides (Trauer XIII, 12.): „Wer nicht nach dem Gebote der Weisen Trauer hält, ist gefühllos, sondern 'man gehe erschüttert in sich, untersuche seine Handlungen und thüe Bu>ße." — Und gewiß ist Nichts so geeignet" chnser'' Ge'müth ^M'üregeri und umzustimme», uns die Vergänglichkeit alles Irdischen zu Herzen zu führen und unsere Gedanken auf das Ewige und Unvergängliche hinzulenken j wie der Tod eines geliebten Angehörigen. Den Menschen in einem solchen Mo wo er den Werth der Religion am besten siihlen . ws s"n verwundetes Herz durch ihren himmlischen Balsain alle Denn die Unterscheidung, die einige Spätere (Wabthai Khoheir C- 460) machen wollen zwischen den TrauerzeicheNgdie sieben, und jenen, die dreißig^ >TMStattüMdle«,'.iA^M^.La»r,M'llkSrliche-s^! die weder im Thalmnd noch in den Merq.Msetzlchrem-. einen Grund hat. - ' '