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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 220

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Über die jüdischen Trauergebräuche
Date
1837-01-01
Page
Seite 220 (sequence 7)
Language
German
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22V Vit Ueber die jüdischen Trauergebräuche. der später» Codices. Bei diesen Quellen müssen wir also länger verweilen; jedoch'nur die'wichtigsten und auffallendsten Sätze, die mit unfern Sitten am wenigsten harmonireu, wollen wir näher' betrachten.' Sie sind in Moeb kütön 14, d, 15, rt und lauten: »Dem Leidtragenden" ist das Scheeren verboten", weil nämlich der Herr zu Aaron's Söhnen * *) (nach dem plötzlichen Sterben ihrer Brüder) gesagt : (z. M lO, 6) (oerst.: euer Haupthaar sollt ihr nicht wild Mchsen lassen, sondern scheeren), so ergibt sichdaß dieß Tlnderss (in der Traner)"verboten ist. Er ist schuldig, seine Kleider zu zerreißen; weil nämlich der Herr zw Aaron'S Söhnen gesagt: »Eure Kleider sollt ihr nicht zerreißen" (das.), so ergibt sich, daß Andere dieß zu thnn schuldig sind. Er ist schuldig / das Haupt zu umhüllen; weil Nämlich der Herr zu Ezechiel (24, 17) gesagt hat : »Du sollst (nachdem dir deine Frau gestorben) deinen Bart nicht verhüllen", so ergibt sich , daß Ändere dieß zu thun schuldig sind. Er darf keine Sandalen anziehen; weil nämlich der Herr zu Ezechiel (das.)' gesagt: »Deine Schuhe sollst du an deine Füße setzen", so ergibt sich / daß Andern dieß verboten ist. — Daß die angeführten Schriftstetten nicht eigentliche Beweise' abgeben können, dürfen wir schon von vorn herein annehmen, wenn wir wissen / daß nach unfern Casuisten alle dießfälligen Bestimmungen rabbinisch sind. Die Schriftverse sind also nicht mehr als eine 8N2LV8 (Stütze) und können höchstens das hohe Alter dieser Tranergebräuche beweisen. Mehr läßt sich aus ihnen auf keine Weise folgern. Denn wenn gewisse TkauerbezeUgüngeN Aaron und seinen Söhnen (in Rücksicht' auf ihr Priesteramt) und Ezechiel (als prophetischem Vorbilde) verboten wurden, so folgt daraus noch keineswegs, daß müssen sie von den Ordnern der Gemara nicht anerkannt worden sei». Siehe R. Ascher zu CHM» 30, b. *) Eigentlich hat es Mose zu Aaron und dessen Söhnen gesagt.

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