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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 206

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Der Gottesstaat
Date
1837-01-01
Page
Seite 206 (sequence 11)
Language
German
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206 IV Der Gottesstäat. ideellen Philvsophemen sich zuträgt, und wie es besonders in der Jdeenlehre Plato's Statt hat. Dies findet sich mehr oder weniger in allen Fällen ähnlicher Art vor, und auch bei Salvador , dem der Eptract aus der specificirten Legislutur Moses, das Generelle, die^ Ureinheit, zu einem persönlichen Wesen nmgewandelt, die Allheit zur Einheit wird. Die Differenz einer solchen Einheit von einer Individualität, von einer Person, ist schon an einem andern Orte entwickelt (die Offenbarung nach dem Lehrbegriffe der Synagoge, 1. Theil, Absch». II. C. 1). Wir werden bald gewahr werden, in welchem Sinne Salvador seine Anordnung genommen wissen will. Moses hatte die Absicht — lehrt Salvador —, aus seinem Volke eine politische Einheit zu machen (s. seinen Abschnitt von der Theorie des Gesetzes). Nun fand er im ägyptischen Systeme eine Zweiheit: mithin ward der Gegensatz zu derselben als Grundlehre der neuen Staatsverbindung aufgestellt. Moses habe auf solche -Art seine Staatsvkvnomie nach Art der Weltökonomie einzurichten gesucht. Daher führte er eine Einheit ein, welche ist: das ewig Seiende, die unendliche Existenz, die allgemeine oberste Einheit. Dies sagend verweis't -er! auf seine späterhin erfolgende Entwicklung der rationellen Theologie. Die Einheit der Substanz, die allgemeine Einheit, diente demnach Moses nur, um die concrete Volkseinheit in ihr in einem allgemeinen Umrisse, in allgemeiner Form, vorznbilden, und diese nach jener zu *) In meinem Besitze befindet sich ein altes hebräisches Gebet, das eben dieses Gegensatzes halber, der in demselben so bestimmt ausgesprochen ist, nicht wohl anders als zur Zeit der Perserherrschaft verfaßt worden sein kann. Dies Gebet hebt an: dM und fährt mit Wiederholung des letzten Wortes bis ans Ende fort. Ist also doch wohl nicht von so frühem Datum. St. — Das Gedichtchen, das in den Piutim der Portugiesen sich findet, ist aus dem 12. oder 13. Ih. — G.

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