Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der Gottesstaat
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 204 (sequence 9)
- Language
- German
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204 IV. Der Gottesstaat. „beschauliche" und die „des Bedürfnisses." Fürwahr, das Heidenthum hat tiefere, abschreckendere Gebrechen, als die der „Beschaulichkeit" und des „indischen Quietismus." Eben so wohl hat die mosaische Gesetzgebung höhere Bedeutung und erhabenere Würde als Salvadvrs >>8alut public.« Zwar daß in Aegypten weder Einheit noch Gleichheit noch Freiheit herrschte, läßt sich zugeben; allein eben so falsch ist die Angabe, daß diese drei politischen Statute den Pentateuch ausfüllen und seinen Inhalt machen, wiewohl es immer dabei wahr bleibt , daß diese drei Kategorien, als natürliche Correlate und Folgerungen, aus der erhabenen Idee des Gottesstaates mit Consequenz hervorgehen. Nur kann die hohe Politik nicht als Erstes gesetzt werden, in der wir ja so eben Moses als einen wahren Anfänger durch ihn selbst kennen gelernt haben. IV. Der Gottesstaat. (Fortsetzung.) IV. Der Monotheismus nach Salvador u nd Leo. Daß allenthalben, wo die Gesetzgebung eine menschlichpolitische ist , die Gesetze mit der Anordnung der inneren Verhältnisse der Bürger und Beisassen, ihres Eigenthumes, der Rechte des Grundbesitzes, des Erbes und Erwerbes, des Schutzes der Gewerbthätigkeit und des Handels rc., kurz, mit Negulirnng der irdisch-menschlichen Verhältnisse anheben und endigen, das ist sehr begreiflich; denn diese ersten Grundlagen des Besitzes und Erwerbes sind hier die einfachsten, wie die höchsten. Eben so wohl versteht es sich, daß in allen denjenigen Lehren, die den Menschen in seinen nichtirdischen Beziehungen angehen, und -vermöge derer jene genannten irdischen Dinge nur als Gerüst und als Grundlage angesehen werden, als Instrumentale, das nur dazu dient,