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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 202

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Der Gottesstaat
Date
1837-01-01
Page
Seite 202 (sequence 7)
Language
German
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202 IV. Der Gottesstaat. Grunde, weil , bei gleichen Entscheidungszründen für die Werthgebung, die Bestimmung allein, daß ein Religionsstatut einer höchstvollendeten Staatsökonomie ausschließlich dienstbar gemacht wird, das Statut selbst herabwürdigte und in die bonousische Gemeinheit herabzieht. Salvador schlägt sich selbst darnieder und avilirt das Gesetz, das er zu erheben vermeint; denn er macht es zum Helfershelfer des Cälculs über den vorteilhaftesten Haushalt im Staate , zu einer Art Musterwirthschaft für die übrige Welt. So unähnlich sich aber beide Schriftsteller in Rücksicht der Werthschätzung der mosaischen Institutionen sein mögen, so stimmen sie doch in vielen anderen Ansichten überein. Auch Salvador, wiewohl er die Authenticität des Pentateuch nicht gänzlich wegdemonstrirt, giebt doch spätere Veränderungen, Einschiebsel und Verunstaltungen desselben zu; ihn berührt das historische Factum überall nur in zweiter Instanz. So neigt er sich in diesem Betrachte ganz zur Lehre Leo's, der sich wieder auf die Autorität Dater's und de Wette's stützt. Nur nennt Salvador Weisheit, was Lev »zersetzenden Verstand", Gerechtigkeit, was dieser »Trug und List" nennt; Jrrthum, was hier absichtliche Verfälschung; Vortrefflichkeit, ' was diesem eia warnendes Beispiel heißt, wie wir dieß genugsam erfahren haben. Nun kann zwar auch das höchste Lob der mosaischen Institutionen, in dieser Sphäre betrachtet, nur das sein, daß sie, wie Salvador behauptet-, »noch unserem Säculum als Muster dienen können und ihm voraus seien." Leo kennt nichts Abscheulicheres, als dieselben Institutionen; meint indeß , Moses selbst dadurch zu retten, daß.er ihn nicht als Verfasser derselben anerkennt (was auch Salvador bald bestreitet, bald behauptet). Demselben Moses, den Salvador unbedenklich nach seinen Institutionen zu erheben vermeint, läßt Leo höchstens die zehn Gebote, und sonst nicht viel. Beide Autoren weichen in dieser Beziehung wieder sehr ab von einem früheren deutschen Panegyrikus

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