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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 201

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Der Gottesstaat
Date
1837-01-01
Page
Seite 201 (sequence 6)
Language
German
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IV. Der Gottesstaat. 2VI der Menschheit, dem Stande des Krieges untergeben, ist unberechenbar groß ... . Dauernde Vereinigung, Gerechtigkeit, Nützlichkeit und Vernunft zu lehren, als lebendiges Musterbild.« Wie sollen wir uns die Möglichkeit eines so schneidenden Widerspruches in der Werthschätzung einer und derselben Sache aus einer und derselben Ansicht von dieser Sache wohl erklären? Die gemeine Erklärung, daß Salvador als Jude präoccupirt sei, Leo als Christ, wird nicht ausreicheu. Wir trauen Letzterm besonders, als gründlichem Geschichtsforscher, keine solch feindselige Parteilichkeit zu, besonders da man , wie sein späteres Werk lehrt, auch gar wohl seinem Hasse vollkommen Raum geben kann, durch den man nur das nächst Lebende schmerzlich berühren will, während man in seinen Ueberzeugungen von dem längst Gestorbenen das günstigste Urtheil haben mag. — Wir brauchen den Grund aber nicht weiter zu suchen, als eben in der Natur der Ansicht selbst, der sich beide Männer hingegeben haben, dem Tiywrov chksäog: daß Moses als Gesetzgeber zu betrachten sei im Geiste der civilen Legislation. Die Spekulation (die merkantilisch-industrielle) hat ihre Janusgestalt. In der Klugheit vereinigt sie das fromme Gesicht des Weltbeglückers und das abgefeimte eines schlauen Prvjectenmachers. Jedenfalls aber wird durch die Vermittlung des Vvrtheilhaften, besonders, sobald dies als Princip in religiöse Einrichtungen eingeführt worden, es später durchaus gleichgültig, wie es Einer oder der Andere anzusehen habe, weil er es immer in gewisser Beziehung zu sich oder zu einem Andern betrachtet; Nutzen und Schaden aber Relalationen, Ansichten eines und desselben Dinges sind. Dasselbe Institut kann eben sowohl nützlich heißen, als schädlich , je nachdem es mit andern in Verbindung gesetzt wird. Sollten wir uns aber vom Standpunkte der Industrie aus für eine der beiden Ansichten entscheiden müssen, so wäre es abermals für die des Herrn Leo, und zwar schon aus dem natürlichen

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