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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 192

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Der Grundzug der Liebe und dessen Entwicklung im Judenthum
Date
1837-01-01
Page
Seite 192 (sequence 13)
Language
German
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! 92 I!I. Der Grundzng der Liebe „ nicht der wilde Sturm, nicht das tobende Ungewitter, nicht das verzehrende Feuer, der sanfte Lebenshauch kündiget die Ankunft des Herrn an" (I.Kön. 19, 11— 15). „Einen Vater haben wir Alle, ein Gott hat uns Alle geschaffen" (Maleachi 2, 10) spricht der Prophet, und der,' welcher den großen Gedanken erfaßt, daß Gott der Vater sei (s. auch Jes. 65, 16 u. 7), mag er ihn auch nur auf das zunächst sich darbietende Verhältniß Israels in Anwendung bringender kann nicht Haß predigen gegen die-Menschen, führen sie, welchen Name» sie wollen Wir haben hier noch die oft angefeiudeten messianischen Weissagungen zu betrachten. In dem spätem Judenthume haben sich zwar zwei Meinungen in Bezug auf den Messiasglaubeu geltend gemacht, nach deren einer unter dem Messias eine wirkliche spezielle Persönlichkeit, nach der anderen darunter nur das Symbol einer in unbestimmter Zukunft sich verwirklichenden Idee verstanden wird M)r Betrachten *) Diesen Gedanken hat auch Mose, freilich noch nicht, in seiner Anwendung, und daher ebenfalls gleichsam nur im Keime, für den geistig Auffassenden ausgesprochen! Ein Menschenpaar bildet die Stammeseltern aller Völker. Mögen auch einzelne Nationen an Farbe, Größe, Bildung, Lebensart, Religionsideen und Cultus noch so verschieden sein, sie sind sich dennoch verbrüdert und verschwistert. „Nur ein Mensch wurde geschaffen wegen der Geschlechter, daß diese sich nicht gegenseitig anfeinden sollen; geschieht - Dieses doch jetzt, da nur ein Mensch geschaffen wurde, wie viel mehr wenn mehre" Thalmud Sanhedrin 28, a. **) Für die erstere Ansicht vgl. Maimonides W. d. B. von den Königen C. 11 und 12, R. Hillel, im Thalmud Sanhedrin SV, s, ek. Einleitung von I. Frankel zum En Jacob. Hierher gehört auch Sabbath 63, a, wo ein Streit zwischen R. Elieser und Samuel über die Messiaszeit aufgeführt wird. Nach R. Elieser ist es die Zeit des allgemeinen Friedens und der Eintracht, in welcher es s den Mann nicht mehr schmücken wird, mit dem Schwerte umgürtet zu sein; nach Samuel unterscheidet sich die Messiaszeit durchaus nicht von der unsrigen, außer daß Israel nicht mehr unterdrückt sein wird, es. Thosaphoth das, und Maimonid I. «. A»

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