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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 178

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Beiträge zur Beurtheilung des Talmuds
Date
1837-01-01
Page
Seite 178 (sequence 8)
Language
German
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178 II. Beiträge zur Beurtheilung des Thalmnds. Aeußerungen eine falsche Deutung giebt, und es ist keinem der Männer, die in demselben einige Autorität genießen, je in den Sinn gekommen, den Andern Schranken der Denkfreiheit aufzudrängen, in die er sich selbst nicht gefügt hätte. War R. Akiba ein Leugner, weil er nicht alle Jnterpretationöregeln des R. Jsmael annahm oder doch einige derselben anders verstand, oder darf man eine große Anzahl der Thannaim und Amoraim Leugner nennen, weil sie manche Entscheidungen bestritten, die Andere vermittelst der 13 Jnterpretationsregeln des N. Jsmael oder der 32 des N. Jose Hagelili herleiteten? Waren Andere Kofrim zu nennen, weil sie Gesetzbestimmungen bestritten, die Einige für traditionell erklärten, da dieß doch auch Statt fand, wenn man nicht der Meinung des Maimonides beitritt, durch welche das Feld der Tradition so sehr beschränkt wird? Der Thalmud sagt allerdings (Sanhedrin 99, «), derjenige habe keinen Antheil an der ewigen Seligkeit, der als Jsraelite behauptet, der oder jener vermittelst eines oder einer pi-W riiiÄ hergeleitete Ausspruch komme nicht von Gott. Was sollen wir aber vvu einer solchen Behauptung halten, in dem Sinne, wie sie von Einigen gedeutet wird? Wie! Ich sollte wirklich alle Hoffnung aus meine ewige Seligkeit verlieren, wenn ich so unglücklich bin, mich eines Widerspruches schuldig zu machen, desgleichen sich die Männer, die im Thalmud Vorkommen, unzählige Male erlaubt haben? Man wird sagen, diese Männer waren Gelehrte und mit einer höhern Intelligenz begabt; dieser Unterschied ist doch aber blos gradual und bildet nicht aus den Thannaim und den Amoraim eine Klasse von Wesen höherer Art, denen es die göttliche Gerechtigkeit gestatten könnte, sich mit voller Gewissensruhe Gedanken hinzngeben, die mir den Verlust meiner ewigen Seligkeit zuziehen würden. Ein so empörendes Dogma kann der Thalmud nicht ausgestellt haben, und er hat es auch nicht gethan. Seine Worte

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