Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- Preußen [Nachricht]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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1)8 Nachrichten. Hirtenbriefs sowie die Einberufung der ReligioNssehrer zur Prüfung liegen mir vor, und beweisen, dich es dem neuen Obetrabbiner der Diöcese Crefeld Ernst ist in seinem Wirken. Auch von Breslau aus verlautet, daß das vor 7 Zähren Neu erbaute höchst geschmackvolle Gotteshausdas durch Ordüüng und Ruhe während des Gottesdienstes einen schönen iünerN Schmück besitzt, Noch einen schottern durch Anstellung eines tüchtigen Predigers gewinnen soll; wenigstens wirdchieser Wunsch von allen Gebildeten der Gemeinde lebhaft genährt.-— lieber die Wahl eines Rabbiners zu Berlin hingegen erfährt man Nichts; es heißt aber, daß der Verweser Oettinger, weil er sich zü Gunsten der, von dem scl. Wolfsohn verfaßten Statuten der Neuen Becrdigüngsgesellschaft in Breslau (der s. g. dreitägigen) erklärt hat, Uuauuehmlichkcitcn erfahren Habel! Von einer bereits im Nov. v. I. durch einen Herrn Muhr in Pleß (in Oberschlesten), einen Privatmann, vorgenommenett SynägogeneinweihüNg ist mir viel Rühmliches berichtet worden. Mit unserem Schulwesen steht es allerdings im Ganzen besser. Die Anstalt zu Münster läßt sich durch Anfeindungen voit vrthvdo.r-christlicher Seite aus, wie sie von der Aschastenburger Zeitung ausgegaNgcN sind und von der A. Schulzeitung wiederholt wurden (vgl. Nachrichten über das deutsche Schul- und Erziehungswcsen VUl S. 348), in ihrem trefflichen Wirken nicht irre machen. Das WaisenerziehungSiNstiilit in Berlin gewinnt immer mehr an Bestand, was der dritte Jahresbericht aufs Erfreulichste nachweist; der Fonds des Instituts beläuft sich nun bereits auf fast 6800 Thaler. Die zwei großen jüdischen ArmeNschuleN in Berlin — eine für Knaben NNd eine für Mädchen — für deren Unterhaltung die jüdische Gemeinde die jährliche Summe von 5000 Thtr. verwendet, und welche unter Aufsicht des Magistrats stehen, gelten überhaupt für musterhaft. Unser Leben iM bürgerlichen Verbände sieht im Ganzen ziemlich trübe aus. Hort man auf der einen Seite recht erfreuliche Züge der Humanität, von Schenkungen, welche von Christen an jüdische Institute gewacht werden — wie in Möfcritz, wo ein reicher Bürger ein Legat von 2000 Thlr. für das jüdische Schul-