Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- Preußen [Nachricht]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 157 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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157 Nachrichte n. sen gemäßigt werden— sowie ich auch aus sicherer Quelle weiß, daß Sachs die zu starke Eigenthümlichkeit seiner Uebersetzuiigeu nunmehr selbst mvdificircn will —, werden hier ein Werk zu Staude bringen, das würdig der Wissenschaft und eine Zierde der Synagoge sein wird. Die Namen und die rühmlichen Leistungen der Vers, bürgen hinlänglich für eine tüchtige Arbeit. Fürst hat die Bücher Daniel, Esras und Nehemias, Arnheim den Pentateuch, Kohelcth, vielleicht auch Ezechiel (wahrscheinlich auch Hiob) und Sachs die ersten Propheten und den Jcsaias (wahrscheinlich auch die Ps.) übernommen; die Vertheilung der andern Bücher keime ich noch nicht.— Das; von Fürst auch eine neue verbesserte Ausgabe der Concordauz bei Tauchnitz bald erscheinen wird, wissen Sie wohl bereits; Herr Cand. Frensdorfs (in Frankfurt a. M.) hat die Zusähe aus der Concordauz im Nachlasse des sel. Heidcuhcim dafür geliefert. — Ein ferneres erfreuliches Ereignis; in unserer Gelehrtcnwelt bildet die Berufung des Hrn. D. Valentin von Breslau zun; Professor der Physiologie au die Hochschule zu Bern. Dieser höchst talentvolle junge Mann von kaum 27 Jahren hat in vorigem Jahre den großen physikalischen Preis von der Akademie zu Paris erhalten, einen Ruf als Professor, welcher an ihn drei Tage vor dem erwähnten angenommenen Anträge nach einer nordischen Universität mit der Bedingung des Nebcrtritts zum Christcnthume ergangen war, abgelehnt, hingegen auf seine Mitthcilung nach Bern, daß er sich zum Judcnthume bekenne, die Antwort erhalten, das; man bei seiner Berufung nicht auf sein Glaubensbekenntnis; Rücksicht genommen habe, und wird im Monate Octobcr ai; seinem neuen Bestimmungsorte anlangen. Ans unsere Rabbiuerwelt, welche im Ganzen des Rühmlichen nicht viel darbietet, hat doch die neuere Zeit einigen Einfluß geübt, und die Besetzung zweier bedeutender Stellen durch intelligente Männer läßt uns doch einige Hoffnung schöpfen. In Frankfurt a. d. O. hat Herr Holdhcim, ein kenntnißvoller, freisinniger Mann, im April d. I-, ungeachtet mancher gegnerischen Bestrebungen, und ebenso im Marz Herr v. Utlmaun in Crefcld seine Stelle angetreten. Beide haben deutsche Antrittsreden gehalten, und die dcS letzteren ist auf Verlangen gedruckt worden. Dessen