Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- Wiesbaden
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 3)
- Language
- German
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147 Nachrichten. dem cm seine Stelle tritt ein kalter, von Liede entblößter Fanatismus."— Wir wollen hier nicht weiter die belehrenden 'ÄeUßeruligcn über die andern Gegenstände dieser Abbandlnng ausziche»; vorzüglich in den Aussprüchen über die Gegensätze sehen wir wieder die klare'Erkenntnis; der Zerfallenhcit in unscrcr Zeit, und in denen über Vermittelung die beachtenswertste Wahrheit, daß Nicht Mit einem halben, Nach beiden Seiten hin sich wendenden Schritte dem Streben unserer Zeit Genüge geleistet werden könne, obgleich auch die Angabe über den zu betretenden Weg als Ungenügend erscheint. — Eine wissenschaftliche Abhandlung ,,nber die EintheilUNg dev zehn Gebote", vom Herrn Kirchen- und Mimsterialrathe Sonntag in Karlsruhe, folgt. Neben dein allgemeinen Auszuge daraus erlauben wir uns Mehrfache Hinzufügungen. Der Streit über die EintheiluNg derselben ist auch unter den Juden schon ziemlich alt und auch in der spätem Zeit fortgcführt worden. Die Zweifel bestehen nämlich darin, ob und wie bis und — was damit im Zusammenhang steht — ob von (dem ersten im 2. M.) ^12Nl7i bis Ende nochmals z» theilcn ist. Das; es zehn Gebote oder wenigstens Sprüche sind, belehrt uns schon die Schrift: 2. M. 34> 28. 5. M. 4, 13. 10, 4; aber die AbthciluNgcn gicbt sie Uns nicht so bestimmt an, wenigstens bei den zwei angegebenen Stücken. Fragen wir unbefangen den Inhalt,'so geht daraus hervor, daß es Ge- oder Verbote Und nicht Lehren sein sollen; es wäre demnach die jetzt unter den Juden ziemlich allgemein augenoMMene Theilung des ersten Stückes in zwei Sprüche^ von denen der eine lautet: „ich bin der Herr, dein Gott, der dich hcrausgezvgen aus dem Lande Aegypten, aus dem Sclaveuhause", nicht statthaft. Ebensowenig scheint — wenigstens nach dem Terte in 2 M. — die Theilung des letzten rathsam, da gerade das: Dü sollst Nicht gelüsten nach dem Hause Deines Nächsten, blos als allgemeiner Satz erscheint, der dann im Folgendem— obgleich Dies wieder Mit: Du sollst nicht gelüsten, beginnt — Näher erklärt wird, indem hier Haus die Bedeutungvon Familie und Eigcnthum hat. Der Text des S. B. hat uuir allerdings hier eine Abweichung, indem er zuerst hinstellt: Du sollst nicht ge l ü- 40*