Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- Baiern [Nachricht]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 141 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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141 Nach eicht? n, bürgerlichen Verhältnisse der Juden zu Grunde liegen mögen, kann ich hier nicht eingehn; es scheint mir da Mancherlei herausgedeutet zu werden , was im Grunde nicht darin liegt.— Betrachten wir ferner die Elemente der Versammlung, und sehen wir, welche Aussicht für die Ankunft sich aus dieser Betrachtung ergiebt, so mögen wir auch nicht mit trübem Blicke von einer solchen scheiden. Die rückschreitenden oder im Stillstände begriffenen Elemente waren meistens die Gemeindeabgevrdncten, und Dies mag uns sowohl nach der Art der bei ihnen vorgenommenen Wahl — wie ich sie oben angegeben —, als auch nach dcmganzen Entwirkclungszustande, w welchem das Judenthum jetzt begriffen ist, nicht wundern. Eine jede Dorfgemeinde hatte da ihren Vertreter, und da mußten natürlich die Ansichten des vorige» Jahrhunderts summt und sonders sich vernehmbar machen;- sinh ja auch die gewöhnlichen Juden bis jetzt noch nicht sehr von dem gewaltigen Umschwünge der Ideen in Israel berührt worden, und soll ja gerade dnrch die Intelligenz, Rabbiner wie Lehrer, auf sie gewirkt und die Läuterung, des Bestehenden und die Wiederherstellung des wahren Glaubens erzielt werden. Sieht man aber auf diesen Theil der Versammlung, so dürfen wir dem guten Willen der Lehrer, mit welligen Ausnahmen, vertrauen; bei den Rabbinern ist eine sonderbare Mischung der Vergangenheit Mid der Gegenwart: graue Ueberrcste von jenerragen in unsere Zeit hinein, und selbst junge Leute versteh» sich zur niedrigsten Heuchelei. Denuoch hat es hier keineswegs an tüchtigen, freisinnigen und wahrhaft frommen Männern gefelM und die Zeit wird hier sowohl die Intelligenz und Redlichkeit-dev Einzelnen wachsen lassen, als auch uns neue Glieder bringen, die dm gesunden Körper ällmälig heMistellen vermögen. Nur eine Schranke müßte fallen; das ganz und gar bis jetzt den Gemeindenzustehcnde Präscntatwnsrccht müßte aufgehoben oder doch beschränkt werden. Jedenfalls aber ist die Wahrheit im Wachsen-, und der Geist dehnt sich aus, die innerliche Religiosität macht sich Bah», und der geistige Tod wird verschlungen, und die Throne der Wehmuth über den Verfall und die Zersallenheit Jftaess- und seines Glan-