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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 1 · p. Seite 142

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 1
Article
Baiern [Nachricht]
Date
1837-01-01
Page
Seite 142 (sequence 20)
Language
German
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142 Nachrichten. bens wird weggewischt werden von jedem Angesichte, denn der Herr spricht's. , , , ' Dem aufmerksamen Leser wird ferner nicht entgangen sein, daß die gefaßten Beschlüsse doch keineswegs ohne Werth! sind. Fragen, über die bisher die größten Streitigkeiten und Zerwürfnisse entstanden sind, sind hier fast einhellig auf sehr erfreuliche Weise erledigt worden > unddaß Ordnung beim Gottesdienste, Choralgcsänge, Confirmationen u. dgl. eingeführt, unstatthafte Gebete entfernt würden, wurde allgemein, mit größerer oder geringerer Ausdehnung, als wü ns chenswert h betrachtet. Auch für innere Reformen wurde in manchen Kreisen mit solcher Entschiedenheit, überzeugenden Kraft und Wärme gesprochen, daß wenn auch Manches keinen unmittelbaren Erfolg hatte, doch Keime für die Zukunft ausgestreut sind, die nicht ohne gedeihliche Frucht bleiben können. Namentlich hat sich die Versammlung des Obermainkreises in dieser Beziehung ausgezeichnet; ihr folgten im Rezatkrcise der v. Löwi und Selz mit einem zahlreichen Anhänge, und die Rabbiner des Rheinkreises sind gleichfalls nicht zurückgeblieben.— Nun bleibet für's Erste noch übrig, daß die Beschlüsse auch zur That werden , daß vorläufig für einen jeden Kreis die daselbst beliebten Synagogenordnnngen bestätigt, die Religionsbücher eingeführt werden u. dgl. Die Genehmigung des Staatsmniisteriums iss jedoch bis jetzt noch 'nicht erfolgt, und die Vcrmuthnng gewinnt immer mehr an Wahrscheinlichkeit, daß eine Generalversammlung! nicht vcxanstaltet, aber eine Oberkirchenbehvrde oder ein israelitisches; Oonfistorinm errichtet werde, sowie Dies auch von einigen Seiten her mit Bestimmtheit versichert wird. Möge die Wahl der Mitglieder dieser Behörde eine zweckmäßige sein, und wir wollen auch dieses Resultat segnen. — Eine Folgerung-noch, die sich aus den gegebene» Mittheilungen ergebt, kann ich nicht verschweigen. Wieviel ein Zusammenwirken tüchtiger , redlicher Rabbiner in ernstem, offenein Sinne zu Stande bringen kann, hat sich wohl Jedem gezeigt; sollten nun Diejenigen, die es wahrhaft ernst und redlich mit ihrem Glauben meinen, nicht ein. solches Zusammenwirken, uncingeengt von den Gränzcn ihres Kreises und selbst ihres nächsten Vaterlandes, zu

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