Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- Baiern [Nachricht]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 132 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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1 133 Nachrichten. d. h. die Vereinignng mehrer kleinen, unbemittelten benachbarten Gemeinden zn einer Schule, beantragt; in Baircuth wurde neben der Anfertigung eines Katechismus von bair. Nabb. noch ferner eine fo wohlfeil als mögliche Bibelübersetzung für Jsr., Schule und Haus, durch die (wohl piss zu errichtende) Eentralschulbnch-- handlung, einer biblischen Geschichte für jüdische Schulen, die Anfertigung eines durchgreifenden Schulplans nach Gegenständen und Elasten gewünscht und ferner eine genauere Feststellung des Verhältnisses zwischen Rabbinern und Lehrern für nothwendig erachtet, namentlich der bestimmte Ausspruch, inwiefern jenen die gesetzliche Inspektion der Schulen zukomme. «) Gottesdienst und Synagoge»ordnung. Welche Verschiedenheit und Verwirrung, welche Gebrechen und Mängel sich auch in die Synagogen Baiern's eingeschlichen, brauche ich Ihnen nicht erst zu sagen — cs ist Dies allgemeiner Charakter unseres gottesdienstlichen Zustandes, Ebenso wissen Sie, wie hartnäckig dieser Schlendrian vertheidigt und fcstgehaltcn wird. Kein Wnnder also, wenn eine durchgreifende, alle Mängel beseitigende Reform nicht beantragt wurde. Für einzelne Verbesserungen hingegen war man nicht unempfänglich, und in dieser Beziehung mag vielleicht mancher schöne Erfolg die Verhandlungen krönen. Ich kann hier nicht alles Einzelne berühren, will aber doch einzelne Punkte namhaft machen. Auch hier giengen die Baireuther mit gutem Beispiele voran. Einstimmig wurden deutsche Gebete und Gesänge für zulässig erklärt namentlich soll in der Folge in diesem Kreise das Gebet für die Gemeinde und für den Landesherrn m deutscher Sprache gebetet, die meisten Pintim, alle, an Haß, Verfolgung und Intoleranz erinnernden und alle an die Kaböalah anstrcifenden Gebctstellen ans dem GotteShause gebannt, der s. g. Trop beim Vorlesen der Thorah entfernt, die schöne von I). Löwi eingcführte Synagogenordnung zu Fürth als Muster angenommen werden. In Bezug auf die äußere Ordnung waren ferner die erheblichsten Punkte, daß her Rabbiner fortan thätigen Antheil an der Leitung des Gottesdienstes übernehme, selbst mehre Gebete vertrage und oft mit der Gemeinde abwcchsle:c., daß ein Nachnnttagsgvttesdienst a» Feiertagen ein-