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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 1 · p. Seite 131

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 1
Article
Baiern [Nachricht]
Date
1837-01-01
Page
Seite 131 (sequence 9)
Language
German
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131 Nachricht« n. und die Meinung, daß diese einer genaueren Nevision unterliege« müßten, drang durch. Der Cvmmissär ließ jedoch die Frage fallen. — Im Nheinkreise entschied die Majorität für Beibehaltung der 13 Glaubensartikel des Maimonides, ungeachtet sehr dringend nachgcwiesen wurde, daß dieselben vielfältig an unlogischer Anordnung litten, weil man nun einmal daran gewohnt sei. Der 9. und 12. Artikel— die Unveränderlichkeit des Gesetzes u. der Glaube an einen Messias — wurde (wahrscheinlich ohne große Kenntnißnahme von Seiten der Abgeordneten) dahin interpretier, daß unter eesterem die Nothwcndigkcit unveränderter Ausübung der schon bestehenden Gebote (?), unter letzterem die feste Zuversicht auf das Erscheinew eines Reiches der Tugend und der Veredlung des Menschengeschlechtes verstanden wurde.Zm Oberdonaukreise soll ein Lehrer gar den Antrag für Annahme von 14 Glaubensartikeln gemacht haben, nämlich zu den 13 des;Maim. den weiteren (wahrscheinlich nach Anleitung des in diesen Blät. von Hru. D. Crcizenach angeführten Gutachtens des R. Ascher) hinzufügend, daß die jetzigen Leiden der Israeliten als wohlverdient anzunehmen seien. 7 ,! U) Religionsunterricht und Ncligionslchrbuch. Bis jetzt war kein bestimmtes Neligionsbnch und kein bestimmter Uuterrichtsplan in Baiern eingeführt. Man unterrichtete thcils nach Jvhlson und andern, thcils nach einem von v. Bär. Die Werthlosigkeit des letzten wurde meistens anerkannt, übrigens kein bestimmtes emgcfnhrt. Das von Rabbiner v. Hcrxheimer wurde in Baireuch und Regcnsbnrgs so wie iir Ansbach von N. Löwi empfohlen, rin", München das von D. Wolf, das von Jvhlsoneim Nheinkreise: Die Rezatkreistr. Versammlung vereinigte sich übrigens dahin, daß dem künftigen Consistorium—f. unten— die Abfassung eines dm Bedürfnissen entsprechenden Neligionsbuches aufgetragen werden solle. Die dürftige Besoldung der meisten Neligionslehrer kam in Ansbach und in Augsburg zur Sprache, und deshalb wurde 1) die Vereinigung des Elementar- und Religionsunterrichts, und 2) die Uebertraguug der Dorsäug erstellen an die Lehrer gewünscht. Im Obermainkreisc ist letztes schon meistens der Fall. In Speier wurde die Errichtung von Bezirks schulen,

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