Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- Chaldäische Sprache und Litteratur [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 3)
- Language
- German
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Chaldäische Sprache und Lktteratur. 105 andere Verdienst seines Werkes, daß es uns verbürgte alte Lesarten liefert, den Corruptionen unserer Texte gegenüber. Natürlich jedoch vermochte er, der selbst in der hebräischen Sprachkunde die niedere Stufe der Jtaliäner einnahm, noch um so weniger die Erkenntniß des grammatischen Theiles der chald. Sprache selbstständig zu fördern, was auch sein Zweck gar nicht war. Haben ja selbst die besten hebr. Grammatiker oft eine Unkenntniß des Chaldäischen gezeigt, die uns höchst auffallend sein muß; der Commentar des Ebn Esra zum Daniel bietet uns hievon vie überraschendsten Beispiele *). — Auch hier war es der verdienstvolle Elias Levita, welcher das Studium des Chaldäischen wieder anregte, und sind auch seine Werke hiesür mehr als Beiträge, denn als vollendete Leistungen zu betrachten; ist sein , wie natürlich, unvollständig, sein sOiNDO, ein Werk des späten Alters, nicht mit der an ihm gewohnten Sorgfalt gearbeitet (Nr. 1. S. 123): so verdienen sie doch noch jetzt große Beachtung. Namentlich aber waren es die großen Bibslaus« gaben, in denen auch die Thargume ausgenommen wurden, oft nach sehr guten Handschriften und unter der Leitung erfahrener Männer, welche wieder die Aufmerksamkeit auf diesen Zweig der Sprachkunde lenkten. Der Name Buxtorf's ist zu bekannt und die Rühmlichkeit seiner Leistungen zu anerkannt, als daß die Jrrthümer und Mängel, welche sein Wörterbuch dem aufmerksamen Forscher zeiget, uns dann« führen könnten, die neue Gewohnheit anzunehmen, Nachdem man ihn recht auögebeutet, ihm mehrfach auch ") So glaubt dieser z. B., das Stw. von HEID (Dan. 2, 1s) sei st betrachtet IW als Prät. statt Part.'«, dgl.