Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 100 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2929020-2929031-2929033-2930735--1565-2930859- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
100 R e c e n s i o n e n. gelingen! l§s schreitet die Menschheit, es schreiten die Völker allesammt vorwärts. Welche Siege auch das Böse davon trägt; welche Opfer auch der Verführung fallen, welche Entwürdigung auch die Freiheit erduldet es wird der Menschheit, es wird den Nationen nie an großen, frommen Seelen fehlen, und Licht und Wahrheit werden immer größere Kreise gewinnen. Licht und Wahrheit ist heute wie damals Gottes Sache, und Gottes Sache ist es im neuen, wie im alten Israel, uns immer weiter, uns mehr vorwärts und aufwärts zu führen." (S. 192.)—! In Predigt 18 (S. 242 ff.) "Moses' Vergehen und Straft" (Text 4. M. 20, 1 —13) bietet der Verf. allen Scharfsinn auf, zu zeigen, daß Moses' Betragen beim Haderwasser wirklich tadelhast gewesen, Moses hätte dies Mal nicht beten, hätte mehr Geistesgegenwart und Vertrauen zeigen sollen und dgl. Rec. gesteht, daß ihn Dies nicht befriedigt hat; man fragt nach wie vor, warum soll Moses wegen seines Unmuths gerade dies Mal so hart bestraft werden, und erhält darüber wenig Licht. Thatsache ist es überdies, daß Moses in seiner Ermahnungsrede des Haderwassers mit keiner Sylbe gedenkt, sondern sein Nichtkommen in das gelobte Land wohl als Straft, aber mit dem ganzen Betragen der Israeliten in der Wüste in Verbindung erwähnt (5 M. 1,37 ff. 4, 21 ff.), und daß somit sein Tod mehr als eine Folge der langen Reise und als ein Tribut erscheint, den auch Moses der Natur zollte (5 M. 31, 2 ff.).— In Predigt 20 (S. 176) "die Ansicht des göttlichen Lehrers von der göttlichen Lehre" — wir wußten Anfangs nicht recht, was wir von diesem so allgemeinen und unbestimmten Thema zu erwarten haben, und müssen es überhaupt beklagen, daß noch oft Thema und Eintheilung nicht präcis genug gefaßt sind