Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 99 (sequence 9)
- Language
- German
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99 Salomon'ö Mose. der eignen Kräfte zu ermessen, und da diese immer beschrankt sind, 2) fleißige, tüchtige Mitarbeiter zu suchen und mit ihnen gemeinsam zu wirken. Beide Punkte liegen sehr klar in dem Texte, der somit eine voll ständige Anwendung gefunden hätte. IV., an sich zu allgemein, wäre ausgefallen und in dem letzten der von uns erwähnten Punkte erledigt worden. — Als eine der gelungensten nennen wir noch die 14. Predigt (S. 176): Wie groß zeigt sich Moses bei dem lüsternen Volke; Text 4M. 11,-4 — 17 und 24 — 25, und es bestätigt sich an dieser unser obiges Urtheil. Frei von den sich selbst angelegten Fesseln einer andern, als in dem Texte selbst enthaltenen, Gedankenfolge, geht der Verf. mit sicherem Tacte und fleißigem Studium an die Lösung seiner Ausgabe, erschließt uns die Seele des göttlichen Lehrers und zeigt uns diesen in stiner vollen, heiligen Glorie. Der erste Theil, der Rechtfertigung Moses' und seiner Klage über die Last des Führeramtes gewidmet, beantwortet die Frage: wann ist ein Zeitalter am meisten in Gefahr, den Sinn für Tugend und Religion zu verlieren? 1) wenn die Niedern und Gemeinen im Volke die Höherstehenden zu sich herunter (herab) ziehen; 2) wenn die Freuden des Gaumens und der Tafel eine unwiderstehliche Gewalt über die Menschen üben; 3) wenn man ächtmenschliche Freiheit nicht zu würdigen weiß, weil sic für die-Rechte, die sie uns bietet, größere Pflichten erheischt; dazu wird dann immer die Nachwcisung gegeben, daß Moses das Volk in solcher Lage gesehen, und daher sein Unmuth und seine Klage geflossen sei. Der 2. Theil — die Größe Moses' weiter verfolgend — enthält eine schöne Reihe einzelner Bemerkungen und Lehren, wie sie der Text so reichlich bietet. Wir entnehmen dem Schluffe folgende eindringliche Stelle. "Und es gelingt, es muß