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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 1 · p. Seite 94

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1837-01-01
Page
Seite 94 (sequence 4)
Language
German
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94 R e c e n s i o n e n. dig. Als Beispiel der ersten Art diene uns Pred. 3, "die wunderbare Erscheinung" Text, 2 M. 3,1 — 10. Der Vers, folgert aus dem Umstande, daß Moses hinlenkt und sehen will, warum der Dornbusch nicht verbrennt, Moses sei ein Freund der Natur gewesen — was freilich nicht sehr nothwendig folgt —, und behandelt darauf das allgemeine Thema, "wie ein offenes Auge und eine empfängliche Seele für die Natur und ihren reichen Inhalt das trefflichste Mittel sei, uns zur Tugend und Frömmigkeit zu ermuntern, und gegen die Angriffe, die auf unsere Tugend und Frömmigkeit unternommen werden, sicher zu stellen" (S. 32). Dieses Thema — auf dessen ungeeignete Breite wir wohl nicht erst aufmerksam zu machen brauchen —wird nunexponirt: 1) wkr lernen auf diesem Wege den Grund aller Tugend und Frömmigkeit kennen; 2) in der Tugend und Frömmigkeit beharren, und 3) an ihre — der Tugend und Frömmigkeit — ewige Dauer glauben. Für eine Charakteristik Moses' leistet diese Predigt offenbar zu wenig, sowie denn auch der schöne, inhaltreiche Text erst am Schlüsse zu einer sinnigen Am Wendung benutzt ist. Dies ist umsomehr zu bedauern, da, hievon abgesehen, die Predigt Schönes leistet. Der ewige Causalnexuö zwischen Gott und Natur wird kräftig nachgewiesen, der Sinn für diese geweckt und so zu jenem hingeführt. "Wo aber ruft es am Lautesten, am Eindringlichsten, am Ergreifendsten: Es ist ein Gott! Wo? In keinem Buche, von Menschen geschrieben, in keinem Lehrgebäude (?), und nenne es sich nach dem größten Weisen. Aber die Natur ist der Tempel, in welchem durch keinen Priester, durch keinen Engel, nein, durch sich selbst Gott gepriesen wird; und wie er einst zu Moses gesprochen: Ich bin der Gott deiner Väter! so ruft in allen Erscheinungen derselbe Ruf." (S. 34).

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