Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- Neunzehn Briefe über Judenthum ... von Ben Usiel [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 84 (sequence 11)
- Language
- German
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84 Re c e n s i o n e n. mit Ausschluß der Menschen, zu erkennen; fehlen bei der Auszahlung derselben gerade solche Gebote, welche in der Schrift mit eingelcitrt und bezeichnet werden, wie z. B. das Gesetz von der rochen Kuh u. a.; erweist sich gerade hier auch die, wenn auch noch so mühsam angestrebte, dennoch nothwendig mißlungene, weil in der Grundrichtung nicht vorhandene, Übereinstimmung mit dem Thalmud als unhaltbar, da dieser die Chuckim ganz und gar als auferlegte Servitute, die eben durch ihre Grundlosigkeit als Servitut dastehen sollen, betrachtet wissen will: so fordert die Subsumirung der Einzelheiten noch zu einer weit strengeren Prüfung auf. Soll wirklich das Khilajimverbot seinen Grund darin finden, daß Gattungen nicht -gemischt werden dürfen, deßhalb nicht mit Ochs und Esel geackert werden, und ein Fruchtbaum, der Lurch das Aissetzen eines eveln Ressers veredelt wird, in seinem schlechtem Zustande bleiben müssen und nicht gepfropft, deßhalb mit Beibehaltung thalm. Erklärungen nicht Fleisch mit Milch und nicht diese nach jenem genossen werden dürfen? Soll darin eine Achtung des Menschenkörpers liegen, daß an demselben Tage der Leichnam begraben werde — wiederum mit Jgnorirung des gewöhnlichen Wortsinnes? In dem Verbote gegen Trauerzeichen am Körper soll nicht eine Mäßigung der Trauer, sondern eine Achtung für den Körper ausgesprochen sein? Allerdings, denn der Vers, muß ja alle Ceremomen, selbst die der ungezähmtesten, unwürdigsten und' unanständigsten Trauer, in Schutz nehmen. Die Aufnahme von Mitgliedern einiger fremden Völker soll aus dem Grunde verboten sein —, damit wir unsere Triebe bezähmen? Warum da wohl die Aufnahme der Ammoniten« Md Moabiterin von dem Thalmud gestattet seyn mag? Die so strengen, absoluten, ohne Beziehungen auf Ort und Zeit