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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 1 · p. Seite 81

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 1
Article
Neunzehn Briefe über Judenthum ... von Ben Usiel [Rezension]
Date
1837-01-01
Page
Seite 81 (sequence 8)
Language
German
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Briefe über Judenthum, von Ben Ustel. 81 dem Lage und den Völkerströmen sprechen hören) und der Schluß soll nicht der sein, daß was sein wird, schon gewesen, sondern: „Was war— das soll erst werden; was geschehen — soll erst geschehen". Wer hierin Exegese finden kann, kann freilich auch in dem an den Festtagen gebornen Ei hohe Religion finden. Bei einem solchen vorurtheilsvollen Verfahren fehlt es natürlich weder an sprachlichen Unrichtigkeiten, sowie wenn durch „in d i e Wüste wieder" (S. 43) — was durch „verbessern" übersetzt wird (33)— was heißen müßte —, noch an erzwungenen Hineintragungen von Ansichten, vorzüglich von der über die Bestimmung Israelis in Prophetenstellen, welche von glücklichen Zuständen sprechen; da werden die 'x°1 aus Solchen, welche Waffen im heiligen Nationalkriege tragen, zu Trägern göttlichen Werkzeugs, und diesem entsprechend ist und nicht auf einen flüchtigen Rückzug zu beziehen, sondern mit „Leichtsinn" und „Flüchtigkeit" (in moralischem Sinne) zu übersetzen (S. 45). Da wird es freilich Naphtali gar sehr leicht, für alle seine Ansichten Bibelstellm aufzufinden, und wo er scheinbar eine Symbolisirung nicht waget, wie die m die Israeliten umzudeuten, da übernimmt der angebliche Herausgeber das Geschäft (47 A. 4). - Was kann da nicht "Alles, aus den heiligen Schriften werden, wenn so die bodenloseste Subjektivität sich ihrer bemeistert? Agadah's und Midraschim verfuhren mit gleicher Willkür, aber im halben Eingeständnisse der Willkür und zum großen Verdruffe ernster Lehrer, jedoch immer, ohne aus diesen Spielereien heilige Wahrheiten, ein System aufbauen zu wollen; Ben Ustel hingegen nimmt dieses Spiel als hohen Ernst auf, und der Federball in der Hand des

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