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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 1 · p. Seite 69

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 1
Article
Der Grundzug der Liebe und dessen Entwickelung im Judenthume
Date
1837-01-01
Page
Seite 69 (sequence 11)
Language
German
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und dessen Entwickelung im Judenthume. 69 menhang der Stelle mit Geboten, die nicht minder vom Grundzug der Liebe Zeugm'ß ablegen, wie das Ueberlas-- sen des Abgefallenen bei der-Erndte oder Traubenlese an den Armen und den Fremden. Die Natur dieser Liebe zeigen ferner die damit zusammenhängenden Gebote: du sollst den Lohn des Tagelöhners nicht über Nacht behalten"; "du sollst-einem Tauben nicht fluchen und einem Blinden keinen Anstoß in den Weg legen"; "du sollst im Gerichte kein Unrecht thun: den Armen nicht schonen, nicht achten auf vas Ansehen des Reichen"; "du sollst nicht als ein Anbringer umhergehn, bei der Gefahr deines Nächsten nicht zurückstehn!" „Haffe deinen Bruder nicht im Herzen, sondern verweise ihm offen erlittene Beleidigungen"; "räche Dich nicht und trage keinen Zorn nach!"— Nicht minder zeigt sich innige Liebe in Geboten, wie das: unterstütze Wittwen uns Waisen! Leihe Deinem Bruder, der herabgekommen, dein Geld ohne Zinsen (besonders ausführlich 3 Mos. 25, 35 ff., vgl. auch 2 Mos. 22, 25. 26); in der schönen Stelle von der Befreiung von der Pflicht, mit dem Heere gegen den Feind zu ziehen, Dessen, der ein neues Haus gebaut und es noch nichr eingeweiht, der einen Weinberg gepflanzt und ihn noch nicht genoffen, der sich ein Weib mentare zu dieser Stelle bemerkt, woraus man zugleich ersebeK kann, wie auch der Tlialnrud rurd namentlich einer seiner ge-!el)rtesten und aufgeklärtesten Männer, R. Akiba, indem er dasselbe zurückführt auf die Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott und daher in Zusammenhang setzt mit der Liebe gegen Gott selbst, sie gegen alte Menschen ohne Ansnqhme nimmt (Ideen, die unter der Aufschrift: christlich e Menschenliebe, M!t einer eoulinäieLio 11, aUjooto, mit so großem Pompe als ausschließlich christliches Eigenthum verkauft werden); vglauch die schöne Erläuterung Moses Mendelssohns zu derselben Stelle.

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