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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 1 · p. Seite 67

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 1
Article
Der Grundzug der Liebe und dessen Entwickelung im Judenthume
Date
1837-01-01
Page
Seite 67 (sequence 9)
Language
German
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-L L UNS dessen Entwickelung im Judenthume. 67 Diese Ansicht, welche allerdings dazu beitragen mußte, nicht Haß und Unliebe gegen andere Völker, aber Einheit und Festigkeit in den eigenen Volksverbanv zu bringen, da sie sich Alle demselben heiligen Aufträge unterworfen fühlten, und dafür desselben besondern Schutzes sich zu erfreuen hatten, war gerade die zum Gedeihen der mosaischen Lehre nethwendige Idee; in ihr lag die höchste Garantie allgemeiner Anhänglichkeit, da sie Allen gleiche Pflichten und gleiche Rechte gab, so verschieden auch die einzelnen Stände waren (Priester, eigentliche Leviten u. s. w.) Daß ferner der Grundzug der Liebe die mosaischen Lehren und Gebote, so weit.sie.die Israeliten selbst betreffen, durchdringet, zeigen sowohl die Aussprüche von der Liebe Gottes gegen Israel (z. B. 5 Mos. Cap. 30; 8, ö, wo sogar die Züchtigung Gottes nur wie die eines Vaters , der aus Liebe zu seinem Kinde ihm die Ruthe nicht entzieht, betrachtet wird), als auch von der Liebe, wie sie Israel gegen Gott empfohlen wird (5. Mos. Verse können zugleich Jene widerlegen, welche behaupten, daß der Gott des A. T. nur ein Donnerer sei und auch nur au Macht und Kraft Wohlgefallen finde; sehr schön sagt der Midrasch zn der eben angeführten Stelle LIO'IN MW 'liN 2^2 HVN wo r»Gru„d der göttlichen Auserwädttheit einerseits in die Gotteserkenntniß, die in dem Herrn die Quelle des Guten findet und ihr Glück der eigenen Klugheit nicht zuschreibt, andererseits gerade in die Tugend, die sich einer besondern göttlichen Vorliebe nickt rühmt, gesetzt wird.-7 Gott, heißt es in midraschischen Sagen, hatte vorher mehre andere Völker Zur Annahme des Gesetzes aufgesordert, und erst nachdem diese es von sich gewiesen, ergieng seine Aufforderung an Israel, worin doch offenbar ausgesprochen ist, daß keine ungerechte Bevorzugung das Bündn»'^ Gottes mit Israel, rm Gesetze, geschloffen bat-

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