Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der Grundzug der Liebe und dessen Entwickelung im Judenthume
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 65 (sequence 7)
- Language
- German
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D 4H '4 z . >4 und dessen Entwickelung UN Judenthume. 65 -es Pentateuchs , als nicht unseres Qrtes, bei Seite liegen; uns beschäftigt hier einzig unv allein die Frage, welche Grundsätze in demselben walten, wie sich namentlich der Grundzug ver Liebem ihm ausspreche. Wenn wir daher von Mose sprechen unv zur. Begründung unserer Ansicht Stellen aus den nach ihm benannten Büchern anführen, so wollen wir damit nur die Stufe anzeigen, die das religiöse Leben im Judenthume in jenen Büchern überhaupt einnimmt, indem ja nach allen Ansichten jedenfalls der Kern der mosaischen Schriften von Mose selbst ausgegangen, und namentlich der Grundgedanke, dm wir sogleich berühren werden, das Eigenthum Mose's ist. . Diesen Grundgedanken in den mosaischen Schriften finden wir in der Nationalität. Darin liegt aber nicht ein Vorwurf für Mose, als habe er damit Haß und Unliebe gegen andere Völker lehren wollen; es Zeiget vielmehr umgekehrt diese schon so weit gediehene Verbindung zu Einem religiösen Leben, der schon ein ganzes Volk umfassende Liebesbunv, welch ein mächtiger Lebens' keim in den Uranfängen der Abrahamidischen Lehre lag, auch ist cs die einzige Form, welche die Natur der bisher auseinandergesetzten Entwickelung darbot. Jakob hatte die Verbindung seines ganzen Stammes, in welche auch die Kinder der Mägde (nicht wie bei Abraham, der Jsmael noch ausschied) mit gleicher Liebe ausgenommen .wurden, hergeftellc; Mose bildete den jetzt zu zwölf Stämmen herangewachsenen Urstamm zu Einem Ganzen, zu einem Volke. Mit jener Nationalität innig zusammenhängend, aber gleichfalls als eine Vorstufe zur völligen Durchdringung des Grundzugs der Liebe, ist der Gedanke von der Auscrrvähltheit Israels, welche, in ihrer wahren Bedeutung aufgefaßt,'.gleichbedeutend ist mit dessen Priester- 5