Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der Gottesstaat
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 21)
- Language
- German
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ll. Der Gottesstaat. 35 PrqtestgytlsniuS (Heidelberg 182Y, das Buch ist anonym); sind nirgends Freiheit, als in dem Mächtfprüche der Herrschenden Willkür; und überall kein Lichts als jenes mit Blindheit schlagende, in der Diebeslaterne des nach seiner Beute spähenden Eigennutzes. Denn im Allerheiligsten der Kirche zuerst entwickelte sich aus dem instinctarkigen Streben der Selbstsucht jene Lehre, die, als Gegensatz der dem Menschen von jedem andern Geschöpfe wesentlich unterscheidenden Vervollkommnungsfähigkeit, seiner Natur selbst einenBertilgungskrieg ankündigte: die Lehre von der Stabilität der Erniedrigung. Also blieb in der Industrie der Keim und die Giftpflanze des ewigen Krieges lebendig, und gieng nicht selten, besonders aber in der Geschichte des letzten Semisäculums, unter dem Titel verletzter oder nur gefährdeter Staatsinterefsen, in verheerende, blutige Kriege aus, der, seiner wahren Natur und Bedeutung nach, nicht edler ist—- als das Beißen zweier Hunde um einen edlen Knochen! Die besseren Schriften der St. Simonisten stellen diesen Krieg Aller gegen Alle in grellen, aber wahren Farben dar (z> B. in der äoetrlns cke 8t. 8imon ecl. 3 karls r88o). Die Krankheit haben sie richtig diagnosticirt; aber ihre Heilmittel sind noch entsetzlicher! —- Die abschreckende Verwirrung dieses sonst so scharfblickenden Mannes, und so mancher seiner gediegnem Schüler , ülS ließe sich durch Reform eines solchen Kriegszustandes ein Reich gegenseitiger Unterstützung zum Menschenwohl, friedlich ineinander greifender Gewerbsthätigkeit, ein Gottesreich, ein Reich des Friedens, gründen, hat sich bald in ihrer wahren Gestalt zu erkennen gegeben. Es baut sich keine, Religion von dem Boden auf in den Himmel! In unserm ckvllisirten Welttheili haben wir nun diese Staatsentwickelung vor Augen; in ihr leben, wirken,