Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der Gottesstaat
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 20)
- Language
- German
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L4 V. Der Gottesstaat. und die Fehde endigte mit der Niederlage derselben unter dem Uebergewichte der Vernunft. Also ward der höhere Aufschwung dieser ehleren/Menschenkrast^dLügeleitet- und gesichert, bis die Gesetzgebung die Stelle der Ringmauern und Thürine vertreten konnte, die dann auch nach und nach, selbst vor unfern Augen, als sichtbares Zeichen der beginnenden Herrschaft der Ordnung» niedersanken. Allein bei aller dieser Erhöhung des Menjchen zur Gesetzmäßigkeit und edleren Sitte, behielt der Staatsverband doch immer den Urcharakter des Kriegszustandes, nicht etwa so, daß dieser blos ein fremdartiger Zusatz heißen könnte, sondern daß er vielmehr als alldurchdringender Ton in inniger Mischung desselben auftrat. Die Industrie, der Ackerbau, behielt den Charakter der Gewalt Und der List, der Opposition, der Verheimlichung, des Monopoles, oder nahm, ihn vielmehr aus dem ausbeutenden Urstaate in dem fteithätigen Menschenftaat mit hinüber. Ein Grund zu dieser Grundlegung der Staatsform möchte wohl der sein, daß die Klügeren aus der Kriegerkaste von ihren Felsennestern in die Ebne Herabstiegen, und sich zu dem Acker, bauer und Bürger gesellten, die sie von nun an zu unterjochen verzweifelten. Während nun die Ritter sich zu Bürgern machten, würden wiederum durch eine natürliche Erscheinung wechselseitiger Affimilatlon die Bürger ritterhaft. So ward der anfängliche und vorübergehende Vortheil, der den Städten durch Schutz und Wehrhaftigkeit so mächtiger Herren erwuchs, oder zu erwachsen schien, späterhin zum Fluche der Herrschaft der Gewalt, und zum betrübteften Impedimente der Cultur. Dies mochtckum so schneidender sich gestalten dadurch, daß eine Religion-der Gewalt sich in alle Lebensbeziehung mit einmischte und die Gewalt der Erde durch die himmlische sanctionirte. Von ihr schrieb Jochmann in seinen Betrachtungen über den