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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 1 · p. Seite 6

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 1
Article
Die Stellung des weiblichen Geschlechtes in dem Judenthume unserer Zeit
Date
1837-01-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 I. Oie Stellung des weiblichen Geschlechtes eindr noch älteren Zeit, den allmäligen Uebergang ver- Niitteln wollten? Wiederum sind wir still gestanden, und wie erfreulich sich auch das häusliche Leben unter den Juden gestaltet hat, wie keusch die Ehen, wie treu die Gatten, wie zärtlich die Mütter sind; wie viele Maßregeln auch getroffen wurden, den harten Bestimmungen des Gesetzes durch den Abschluß von Privatverträgen ihren Einfluß zu entziehen: dennoch bleibet die gesellschaftliche Stellung des Weibes im Judenthume unnatürlich; denn es ist gesetzl ich mit Schranken umgeben, die nicht die Natur ihm gesteckt hat, deren Durchbrechung aber gerade, fern von aller und jeder Erhebung des Weibes über seine natürlichen Gränzen, welche Manche in der neueren Zeit verlangen, fern von aller Aufhebung ächt weiblicher Gefühle, die als ein schöner Ersatz der Schwäche von der Hand der Vorsehung in die weibliche Brust gesenkt sind — fern von diesen Entartungen, nur dem Weibe das Bewußtsein seiner menschlichen Würde, die in keinem Stande und keinem Geschlechte erlöschen darf, verleihen soll. Was ist die Ursache der Erscheinung, daß, während in allen Religionen die für das Zarte empfänglichen Frauen so regen und lebendigen Antheil an allen religiösen Gestaltungen nehmen, nur bei den Juden eine so geringe Theilnahme für das religiöse Leben unter dem weiblichen Geschlechte sich zeigt? Wohl nichts' Anderes, als daß das bestehende Judenthum das Weib gewaltsam zurückstößt und ihm seinen empfänglichen Sinn für Religiosität erstickt. Vom öffentlichen Gottesdienste, der gedeihlichsten Nahrung religiöser Innigkeit, werden die Frauen freigesprochen , und welcher Antrieb sollte sie auch ins Gotteshaus locken , wo in einer fremden Sprache', die ihnen sogar fremd bleiben soll, gebetet wirdWas kümmert

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